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Etatberatungen

13.11.2018

Ausschuss macht Weg frei für 360-Euro-Ticket

Für das Jahr 2019 sind 60000 Euro eingeplant

Der Weg für ein 360-Euro-Ticket für alle Gersthofer ist frei – zumindest was das finanzielle angeht. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Finanzausschusses bei der ersten Beratung des Haushalts für das Jahr 2019 für diesen Vorschlag aus.

Wie berichtet soll für Gersthofer, die nur in der AVV-Tarifzone 1 unterwegs sind, das monatliche Abo 20 Euro kosten, für Zone 1 und 2 – also inklusive Augsburg – werden monatlich 30 Euro verlangt. Im September 2018 hatten nach Angaben von Bürgermeister Michael Wörle insgesamt 1169 Gersthofer ein Abo, davon circa 350 Schüler. Erst muss die Stadt allerdings noch mit den Verkehrsbetrieben verhandeln. Doch ab September 2019 sollen die neuen Gebühren greifen. Den Mehraufwand beziffert Kämmerer Manfred Eding auf 60000 Euro für kommendes Jahr. Insgesamt schießt die Stadt Gersthofen dann 960000 Euro für den Öffentlichen Nahverkehr zu. Insgesamt 800000 Euro an ÖPNV-Zuweisung erwartet die Stadt Gersthofen vom Landkreis.

Klaus Greiner ( SPD/Grüne) fragte: „Wie wär’s mit kostenlosen Fahrten auch innerhalb Gersthofens zu Spielen des FCA?“ Bisher müssen die Gersthofer Fußballfans ein Ticket für das Stadtgebiet lösen. Erst ab der Augsburger Stadtgrenze fahren sie mit dem FCA-Ticket kostenlos in Bussen und Straßenbahn. Bürgermeister Michael Wörle lehnte diesen Vorschlag allerdings ab. „Es ist nicht die Aufgabe einer Kommune, für ein solches Hobby Steuergelder aufzuwenden – das ist für mich nicht haushaltsrelevant.“ Er versprach aber, diesen Vorschlag anzusprechen. „Das geht wohl nur über Sponsoring“, so Wörle.

Peter Schönfelder (SPD/Grüne) forderte, dass nach einem halben Jahr nach Einführung des neuen Tickets die Stadtverwaltung über den Erfolg des neuen Tickets berichte.

„Es wird sich in den nächsten Jahren einiges in Richtung kostenloses Abonnement verändern, dann geht es in die Millionen“, vermutete Albert Kaps (Pro Gersthofen). „Sollte das vom Freistaat beschlossene 365-Euro-Ticket kommen, fällt unser Zuschuss wieder weg“, versicherte der Bürgermeister.

Obwohl die Mitarbeiterzahl der Stadtverwaltung inzwischen auf 530 gestiegen ist, sinken im kommenden Jahr die Personalkosten von 17 Millionen Euro auf 15,6 Millionen Euro. „Nicht zuletzt der Ausbau der Kinderbetreuung hat zu den neuen Stellen geführt“, so Michael Wörle.

31 Millionen Euro an Gewerbesteuer erwartet Kämmerer Manfred Eding im kommenden Jahr. Für 2018 war man für das ganze Jahr noch von 28 Millionen ausgegangen, sie liegt dem Kämmerer zufolge jetzt schon bei 30,7 Millionen Euro.

Für 2019 erwartet die Stadt Einnahmen von 170000 Euro bei der Verkehrsüberwachung. Davon kommen 45000 Euro vom Markt Meitingen, mit dem sie die Parküberwachung gemeinsam betreibt. 55000 Euro Verwarnungsgelder für Falschparker sowie 70000 Euro für zu schnelle Fahrer sollen in den Stadtsäckel fließen. Allerdings gibt die Stadt für die Verkehrsüberwachung inklusive Personal- und Ausstattungskosten 251300 Euro aus – sie schießt also unterm Strich 81300 Euro zu.

Bei der Umgestaltung des Bahnhofsgeländes wird es nun ernst: Insgesamt 6,8 Millionen Euro will Gersthofen 2019 ausgeben. So ist zum Beispiel im Juni der Einschub eines Tunnels unter den Gleisen geplant. Die Vorarbeiten sollen schon im Frühjahr starten. Die barrierefreie Umgestaltung der Bahnsteige verschlingt einen Anteil von zwei Millionen Euro, die weiteren Außenanlagen vier Millionen.

Für Notfälle sollen fünf Defibrillatoren für das Stadtgebiet und die Stadtteile angeschafft werden – Kostenpunkt 8000 Euro.

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