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Kabarett

17.05.2018

Ausverkauftes Haus beim Bonstetter Maifest

Kabarettist Stefan Kröll kam zum Maifest nach Bonstetten.
Bild: Ursula Puschak

Stefan Kröll begeistert mit Anekdoten aus der bayerischen Geschichte und dem Alltag

Nun, dass das Kabarett beim Maifest in Bonstetten immer sehr gut besucht ist, das ist nichts Neues. Aber ausverkauft? Dieses Mal mussten sogar Besucher abgewiesen werden. Die, die eine Karte ergattern konnten, kamen mit Stefan Kroll voll auf ihre Kosten.

Eigentlich darf Kröll gar nicht sagen, dass er gelernter Schreiner ist, wenn er an einem Kabarettwettbewerb teilnimmt – „abgebrochenes Studium“ macht sich da einfach besser. Doch die Bonstetter begeisterte der erfolgreiche oberbayerische Kabarettist mit seinen interessanten Exkursionen in die bayerische Geschichte.

Kröll wurde nicht müde, abseits von einem weißblauen Himmel, grünen Wiesen und glitzernden Seen Bayern von unten zu beleuchten. Spannend plauderte er über bayerische Sagen- und Mythengestalten wie der der „Drud“, einer schwarzen, alten Frau, die einen nachts heimsucht. Aber er weiß natürlich auch Schutz vor der Drud, die sich auf den Schlafenden setzt und ihm den Atem nimmt: das Drudenmesser (wird unter das Kopfkissen gelegt) oder den Drudenfuß. Dann kann die Drud nicht ins Haus: „Ällabäätsch!“ Auch der Undersberg, der Kraftort im Berchtesgadener Land wurde durchleuchtet. Schließlich schläft in einer der Höhlen der Sage nach Karl der Große und wird von den „Undersberger Mandln“ umsorgt. Kröll lässt den Spiegelsaal mit all den Zwergen, Riesen und Rittern vor den Augen seiner Zuhörer entstehen.

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Nach so viel Geschichte kam natürlich auch die Gaudi nicht zu kurz. Männer über 40 wissen, ob sie homosexuell sind – ihre Frauen meist nicht. Doch Stefan Kröll weiß Abhilfe: Entweder man zieht aus Berlin nach Bad Tölz oder man duscht ganz kalt. Auch Krölls „großer Traum“, eine Fußballerkarriere, scheiterte an einer Nichtigkeit: Die Fangesänge passten nicht. Oder wer kann sich schon ein „Kröööölll“ bei der Einwechslung oder einem Tor vorstellen? Nun, das Bonstetter Publikum jedenfalls nicht. Viele hielten sich gleich den Bauch bei dieser Vorstellung.

Die Lacher hatte Kröll natürlich auch auf seiner Seite, als er erzählte, dass Fahrschüler im Lallinger Winkel lernen müssen, wie ein Reh ausgenommen wird, weil es dort so viele Wildunfälle gibt. „So haben wir schon lange nicht mehr gelacht!“, „Ein toller Abend!“, hörte man nach der Vorstellung. Wieder einmal war es dem Musikverein Bonstetten gelungen, einen tollen Kabarettisten zu verpflichten. (upu)

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