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Gersthofen

13.03.2013

Auswahl für Gasthof Strasser geht in die nächste Runde

Der Gasthof Strasser bekommt zum 1. Januar 2014 einen neuen Pächter.
Bild: Nina Merkle

Nach der Ausschreibung nimmt der Stadtrat jetzt die Bewerber für die Gaststätte unter die Lupe.

Der neue Pächter der Traditionsgaststätte Strasser an der Augsburger Straße wird voraussichtlich im Mai bekannt gegeben. Das kündigte Bürgermeister Jürgen Schantin gegenüber unserer Zeitung an. Bis zum 20. Januar hatten Bewerber Zeit, Unterlagen einzureichen. Nach unseren Informationen hatten sich acht Kandidaten gemeldet – Schantin sprach von „vier, fünf Bewerbern“ mit Erfolgschancen. „Auf der Stadtratssitzung am 23. April werden wir die Kandidaten noch einmal genau unter die Lupe nehmen“, sagte Schantin. Vier Wochen später soll dann die Entscheidung darüber fallen, wer den Zuschlag für den Strasser-Gasthof bekommt.

Die Stadt hat dem derzeitigen Pächter Hermann Huber zum 1. Januar 2014 gekündigt. Der Grund: Das 1979 gebaute Gebäude muss saniert werden. Die Küche ist veraltet, das Restaurant nicht barrierefrei: Rollstuhlfahrer müssen den Lastenaufzug nehmen, um in den Bürgersaal zu gelangen. Zudem sind die Kosten des Wirtshauses deutlich höher als die Pachteinnahmen – Einnahmen von jährlich 89 000 Euro stehen Ausgaben gegenüber, die laut Schantin im „sechsstelligen Bereich“ liegen. Die Stadt hat jedoch nicht nur den Gasthof ausgeschrieben, sondern auch das Catering für die Stadthalle, das bislang der Strasser-Gasthof übernommen hatte. Helmut Gieber, Kulturreferent und damit für die Stadthalle verantwortlich, sagte, es sei von „immenser Bedeutung“, dass für 2014 ein kompetenter Gastronom gefunden würde. Gut ein Drittel aller Veranstaltungen in der Stadthalle sind Betriebsversammlungen, Tagungen oder Bälle – und damit von einem guten Catering abhängig. „Wenn das Essen den Teilnehmern nicht schmeckt, sind sie nur schwer davon zu überzeugen, wiederzukommen“, sagte Gieber.

Es ist möglich, dass ab 2014 Stadthalle und Strasser-Gasthof separat bewirtet werden – Schantin und Gieber bevorzugen jedoch das alte Modell. „Es bietet sich an, dass ein Gastronom weiterhin beide Objekte bedient“, sagte Gieber. Ein Ausschlusskriterium sei dies jedoch nicht. Bürgermeister Schantin hatte wiederholt darauf gedrängt, mit der neuen Verpachtung aus dem Gasthof eine gutbürgerliche Wirtschaft mit bayrisch-schwäbischer Küche zu machen. Während für die Stadthalle ein reibungsloser Übergang geplant ist, wird die Sanierung des Gasthofes einige Zeit in Anspruch nehmen. In Absprache mit dem Pächter solle das Gebäude im ersten Halbjahr 2014 erneuert werden.

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