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Aystetten braucht Visionen - und eine neue Mitte

Aystetten braucht Visionen - und eine neue Mitte
Kommentar Von Matthias Schalla
25.02.2020

In Aystetten gibt es Pläne für eine neue Ortsmitte. Es gibt Diskussionen - und Visionen. Von Letzterem hielt Helmut Schmidt nicht viel.

„Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen“, soll er 1980 zu Willy Brandt im Wahlkampf gesagt haben. Dabei wäre unser Leben heute um einiges ärmer, hätten Menschen nicht schon seit jeher Visionen gehabt. Wir wären vielleicht noch im Ochsenkarren unterwegs, würden neidisch auf alle Vögel schauen und hätten sicherlich niemals einen Fuß auf den Mond gesetzt. Dass dem nicht so ist, haben wir Menschen zu verdanken, die konsequent ihre Ideen verfolgten und so manchen Hohn und Spott ertragen mussten. Denn der Haken einer Vision ist, dass sie in der Zukunft spielt. Und dies lässt einige in Aystetten zweifeln.

Die Neue Mitte produziere Staus, sei zu teuer und mache keinen Sinn. Doch wissen wir, wie Mobilität in 20 Jahren tatsächlich aussieht? Ist Autoverkehr dann überhaupt noch erlaubt? Schwer zu sagen.

Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen

Was sich aber mit Sicherheit sagen lässt, ist, dass ein barrierefreier Ort der Begegnung mit Wohlfühlcharakter sehr viel wert ist. Ob die Aystetter bereit sind, dafür 2,1 Millionen zu zahlen, wird sich zeigen. Was die Zukunft bringen wird, weiß niemand. Doch der beste Weg, sie vorauszusagen, ist, sie zu gestalten. Sagte einst Willy Brandt. Und ist mit seinen Visionen dann doch nicht zum Arzt gegangen.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: So soll Aystettens neue Ortsmitte aussehen - und das soll sie kosten

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