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Wahl

09.05.2020

Aystetten hat jetzt drei Bürgermeister

Auch in Aystetten: Vereidigung mit Abstand in Corona-Zeit.
Bild: Sören Becker

Der Rat hat die wichtigsten Ämter vergeben. Er hat künftig eine neue Fraktion und einen Bürgermeister mehr

Der neue Gemeinderat in Aystetten hat sich konstituiert. Neu ist, dass Erster Bürgermeister Peter Wendel ( Freie Wähler) künftig zwei Vertreter hat. Ausgefüllt werden die neuen Ämter von Roland Woppmann ( CSU) und Ursula Reichenmiller-Thoma ( Bündnis 90/Die Grünen), beide waren Wendels Konkurrenten bei der Kommunalwahl.

Der Antrag kam von den Grünen, die sich davon eine bessere Repräsentation der Parteien im Gremium versprechen. Weiterhin sei es möglich, dadurch mehr Termine wahrzunehmen. Ulrike Steinbock von der CSU erklärte, dass es in der letzten Legislatur zu Situationen gekommen sei, in denen Erster und Zweiter Bürgermeister verhindert gewesen seien. Das Vorgehen wäre dann nicht klar gewesen. Anton Rauberger (Freie Wähler) kritisierte die Schaffung des neuen Amtes: „Wir sind bis jetzt mit zwei Bürgermeistern gut ausgekommen. Das kostet die Gemeinde auch wieder unnötig Geld“, erklärte Rauberger. Trotzdem wurde das neue Amt des Dritten Bürgermeisters mit 10:4 Stimmen geschaffen.

Damit stellt jede der drei Parteien im Parlament einen Bürgermeister. Woppmann wurde mit 13 von 15 Stimmen zum Zweiten Bürgermeister gewählt. Reichenmiller-Thoma bekam 12 Stimmen und wurde Dritte Bürgermeisterin. Die beiden hatten jeweils keinen Gegenkandidaten.

Ebenfalls neu eingeführt hat die Gemeinde einen Jugendbeauftragten. Bisher war dieses Amt mit dem Seniorenbeauftragten verbunden. Der 20-jährige Gemeinderat Max Hertrich (Freie Wähler) wird dieses Amt ausfüllen. Ursula Steinbock (CSU) wurde zur Seniorenbeauftragten gewählt. Patrick Juncker (CSU) wird der Beauftragte für Kultur und Vereine sein.

Bereits im Vorfeld der Sitzung hatten die Fraktionen auf eine Erhöhung des Sitzungsgeldes verzichtet, die von der Gemeindeverwaltung vorgeschlagen wurde. Auch die Ausschüsse wurden besetzt (siehe Infokasten). Die Freien Wähler stellen dort jeweils drei Mitglieder, die CSU zwei und die Grünen eines.

Bürgermeister Peter Wendel wünschte sich in seiner Eingangsrede eine sachbezogene Zusammenarbeit: „Wichtig ist mir eine sachliche Auseinandersetzung zwischen uns. Auch nach einer hitzigen Debatte muss man sich in die Augen sehen und vielleicht ein Bier zusammen trinken können“, erklärte er.

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