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Bezirksliga Nord

17.09.2015

Aystetten trennt sich von seinen Trainern

Dieses Bild wird es erst mal nicht mehr geben: Ivan Konjevic (links) und Paulo Mavros (Zweiter von rechts) auf der Bank von Cosmos Aystetten. Am Montagabend setzte der Verein die beiden Übungsleiter vor die Tür.
Bild: Marcus Merk

Der SV Cosmos Aystetten und seine Übungsleiter Paulo Mavros und Ivan Konjevic gehen getrennte Wege. Über die Gründe schweigen alle. Offenbar gab es persönliche Differenzen

Sportlich läuft es eigentlich beim Bezirksligisten Cosmos Aystetten: Nach dem jüngsten Sieg gegen Adelzhausen steht das Team auf Platz zwei der Tabelle und damit auf einem möglichen Aufstiegsrang. Umso überraschender ist der jetzige Schritt des Vereins: Wie bekannt wurde, sind Cheftrainer Paulo Mavros und sein Assistent Ivan Konjevic am späten Montagabend von ihren Aufgaben entbunden worden.

Konjevic war erst in diesem Sommer zum Verein gewechselt. Über die Gründe schweigen sowohl die beiden Übungsleiter als auch Abteilungsleiter und Sponsor Thomas Pflüger. Mavros und Pflüger trafen sich am Mittwoch zu einem eineinhalbstündigen Gespräch. Dessen Inhalt ist ebenso unbekannt wie die offiziellen Gründe für das Aus der beiden Trainer. Immerhin hatten sich alle im Anschluss daran auf eine gemeinsame Sprachregelung verständigt – die lautet: „Trennung im beiderseitigen Einvernehmen.“ Genau so soll nämlich das Ende für die beiden Trainer gelaufen sein. Thomas Pflüger sagte sogar: „Es gibt keinen Grund für das Aus.“ Dass diese Erklärung etwas dünn sein könnte, ist aber offenbar sowohl Pflüger als auch Mavros bekannt. Der Cheftrainer, der in seinem vierten Jahr bei den Cosmonauten aktiv war und das Team damals in der Kreisliga übernommen hatte, antwortete auf Nachfrage: „Ich glaube, dass jetzt viel spekuliert wird.“

Eine der Spekulationen, die das Umfeld der Mannschaft betreffen: Innerhalb des Teams sowie zwischen Mannschaft und Trainer soll es nicht mehr gestimmt haben. Unstimmigkeiten hatte es ohne Zweifel zuvor auch schon gegeben: So hatte Lukas Drechsler, der auch erst im Sommer vom TSV Neusäß gewechselt war, vor einigen Wochen im Streit wieder den Verein verlassen. Auch der langjährige Torwart Philipp Pistauer war kurz nach Saisonbeginn zum FC Affing gewechselt. Paulos Mavros sagte gestern dazu: „Ich glaube, dass es in der Mannschaft stimmt. Aber wir spielen eben nicht mehr in der Kreisliga, das haben einige noch nicht verstanden. Ich wünsche dem Verein jedenfalls alles Gute. Ich hoffe, dass bald wieder Ruhe einkehrt, auch wenn es vielleicht nicht so einfach wird. Mein Neffe Dejan Mijailovic spielt ja schließlich auch noch da.“

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Probleme soll es auch bei der sportlichen Ausrichtung des Vereins geben. Während Mavros nicht den Aufstieg in die Landesliga als Ziel ausgeben wollte, sieht das die sportliche Leitung offenbar anders. Auch gestern betonte Ex-Coach Mavros: „Ich habe niemals über den Aufstieg geredet, bis dahin ist es noch ein langer Weg.“ Abteilungsleiter Thomas Pflüger gab jedoch auch gestern einen etwas anderen Kurs vor: „Wir wollen oben mitspielen und bei den ersten beiden Plätzen dabei sein.“ Diese könnten jeweils zum Aufstieg in die Landesliga berechtigen.

Gerüchte über mögliche neue Trainer gab es gestern schon zuhauf. „Bei mir klingelt den ganzen Tag deswegen das Telefon“, sagte Pflüger. „Dabei hat es noch überhaupt gar keine Gespräche mit einem Trainer gegeben. Wenn überhaupt, dann haben wir eine Vorstellung davon, wer vielleicht zu uns passen könnte.“ Definitiv keine Rolle spielen demnach die in der Gerüchteküche gehandelten Ex-FCA-Profis Michael Thurk und Marco Löring, der derzeit Trainer beim Ligakonkurrenten TSV Neusäß ist. „Von Thurk hätte ich nicht mal die Nummer. Wir haben derzeit keinen Plan B“, betont Pflüger.

Die nächsten Trainingseinheiten wird der Trainer der Aystetter Reserve, Christian Braun, zusammen mit dem Torwarttrainer Manfred Probst leiten. Dieses Duo wird aller Voraussicht nach auch beim Heimspiel in Wemding am Sonntagnachmittag auf der Bank Platz nehmen. „Dabei handelt es sich aber wirklich um eine Interimslösung“, sagt Pflüger.

Eine weitere Sache kann er definitiv ausschließen: selbst auf der Bank zu sitzen und den Trainer zu machen: „Das tue ich mir und den Spielern mit Sicherheit nicht an.“

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