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Aystetten

24.03.2020

Aystetten vor der Stichwahl: Wendel gegen Woppmann

Die Gestaltung der neuen Ortsmitte von Aystetten ist eines der beherrschenden Themen im Wahlkampf.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Plus Der amtierende Bürgermeister und der CSU-Kandidat stehen in Aystetten zur Stichwahl. Warum jetzt eine hohe Wahlbeteiligung erwartet wird.

Die Überraschung am Wahlabend war groß: Der seit zwölf Jahren in Aystetten amtierende Bürgermeister Peter Wendel (Freie Wähler) hatte auf Anhieb nicht mehr die Mehrheit geschafft. Bei den Wahlen im Jahr 2014 hatte Wendel noch 65 Prozent der Stimmen bekommen. In diesem Jahr musste er sich mit 48,7 Prozent begnügen.

Bürgermeister Wendel muss am nächsten Sonntag also nach zwei Amtszeiten in eine Stichwahl. Sein Herausforderer: CSU-Bürgermeisterkandidat Roland Woppmann, der erst im vergangenen Jahr als Nachrücker in den Gemeinderat gekommen war. Auf 42,1 Prozent brachte es der 56-jährige Diplom-Finanzwirt. Die Grünen-Bürgermeisterkandidatin Ursula Reichenmiller-Thoma hatte 9,2 Prozent der Stimmen bekommen. Die Wahlbeteiligung in Aystetten lag bei 68,6 Prozent.

CSU-Bürgermeisterkandidat Roland Woppmann, der erst im vergangenen Jahr als Nachrücker in den Gemeinderat gekommen ist, fordert Amtsinhaber Peter Wendel heraus.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Aystetter Grüne geben klare Empfehlung für die Stichwahl

Da alle Bürger Briefwahlunterlagen bekommen haben, wird auch bei der Stichwahl mit einer hohen Beteiligung gerechnet. Der Wunsch nach mehr Transparenz in der Gemeindepolitik und vor allem die kritische Haltung gegenüber der neuen Aystetter Ortsmitte eine die CSU mit den Grünen, so Woppmann. Dies bestätigt auch Ursula Reichenmiller-Thoma von den Grünen. „Wir geben eine klare Wahlempfehlung für Roland Woppmann ab“, sagt sie.

Aystetten vor der Stichwahl: Wendel gegen Woppmann

Mit ihm seien die „Schnittmengen“ bei den Themen größer. Eine Zusammenarbeit habe es schon im Wahlkampf gegeben. Neben der Ortsmitte gibt es in Aystetten zurzeit noch ein anderes drängendes Thema für die Kommunalpolitik: die Verkeimung des Trinkwassers. Ab Mittwoch wird das Wasser aus Sicherheitsgründen erst einmal gechlort, teilte das Gesundheitsamt mit. Den Bürgern in Aystetten geht es mit dieser Maßnahme wie den Bürgern in Gersthofen oder Dinkelscherben.

Offensichtlich ist dies keine einfache Situation für Rathauschefs. Auch in diesen beiden Kommunen müssen sich die amtierenden Bürgermeister einer Stichwahl stellen. Der im Amt bestätigte Diedorfer Bürgermeister Peter Högg konnte noch vor der Wahl das Ende der Chlorung und des Abkochverbots verkünden.

SPD war bei der Wahl gar nicht mehr angetreten

Der Wahlabend hatte in Aystetten noch eine andere Überraschung gebracht: Im Gemeinderat haben die Freien Wähler künftig keine Mehrheit mehr. Stellen diese in der noch laufenden Legislaturperiode acht Gemeinderäte sowie zusätzlich mit Peter Wendel den amtierenden Bürgermeister, so sind sie im künftigen Kommunalparlament nur noch mit sechs Räten – Peter Wendel inbegriffen – vertreten. Die Freien Wähler kamen bei der Wahl des Gemeinderats auf 41,3 Prozent. Die SPD Aystetten, bislang mit Maria Hackl vertreten, trat bei der Kommunalwahl nicht mehr an.

Peter Wendel (Freie Wähler) muss am Sonntag in die Stichwahl.
Bild: Marcus Merk (Archiv)

Die CSU konnte ihre Sitze von bislang vier auf fünf erhöhen und hat 39,4 Prozent der Wählerstimmen erreicht. Erstmals im Aystetter Gemeinderat vertreten sind die Grünen, die es bei der Gemeinderatswahl auf 19,3 Prozent brachten. Der Ortsverband wurde erst im Herbst gegründet, und nun haben die Grünen gleich drei Sitze im Aystetter Rat. Die Freien Wähler seien trotzdem weiterhin mit sechs Sitzen die stärkste Fraktion im Gemeinderat, betont Peter Wendel. (mit pks)

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