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Aktionstag

23.03.2015

B-300-Umfahrung: Mehr Druck aus Diedorf

Am 13. Mai sollen alle auf die Straße gehen, die unter dem starken Verkehr leiden. Davor steht noch ein anderer Termin

Humoristisch geht’s auch: Mit einem Faschingswagen zum „Jubiläum“ der ersten Planungen rund um die Umfahrung von Diedorf vor immerhin 35 Jahren hatte der Arbeitskreis Verkehr beim Gaudiwurm vor gut einem Monat wieder auf sein Anliegen aufmerksam gemacht. Nun machen die im Arbeitskreis organisierten Gemeinderäte aber wieder ernst: Am kommenden Donnerstag wollen sie bei einer Infoveranstaltung über den Stand der Planungen informieren. Im Mai soll dann ein großer Aktionstag stattfinden. Sogar eine Sperrung der B300 war dazu schon angedacht.

1979 war das Thema einer Umfahrung der Bundesstraße erstmals erwähnt worden, weiß der Diedorfer Gemeinderat Georg Platzer-Strehler. Richtig vorankommen ist sie bislang nicht, im Gegenteil: Im vergangenen Jahr sei der weitere Ablauf der Planungen für Vogelsang und Diedorf schon in greifbarer Nähe gewesen – und scheine jetzt doch wieder weiter entfernt, ärgert sich der Gemeinderat des Bündnisses Wir für Diedorf.

Was passiert war: Nachdem das staatliche Bauamt schon fast so weit war, mit seinen Plänen in das sogenannte Planfeststellungsverfahren einzutreten, hatte die Deutsche Bahn eine neue Idee: Sie überlegt nun, nicht mehr ein drittes Gleis oder gar viertes Gleis zwischen Augsburg und Gessertshausen zu bauen, sondern den Fernverkehr möglicherweise auf eine ganz neue Trasse bei Zusmarshausen umzuleiten. Da aber die Pläne für Umfahrung und Bahntrasse in Diedorf eng verknüpft sind, schließlich laufen beide ein Stück weit nebeneinander, ruhen nun auch die weiteren Berechnungen des staatlichen Bauamts, so Platzer-Strehler.

Was ihn zudem ärgert: „Uns sind irgendwo die Hände gebunden“, beschreibt er die Situation der Betroffenen vor Ort. Ende vergangenen Jahres hat sich deshalb aus dem Gemeinderat heraus der „Arbeitskreis Verkehr“ gebildet, in dem sich Gemeinderatsmitglieder aller Fraktionen regelmäßig treffen. Ihr Ziel: Die Bürger über den Stand der Planungen informieren und möglichst großen Druck auf die Politik organisieren. Denn in den nächsten Monaten steht ein entscheidender Termin für die Umfahrung an: Der neue Bundesverkehrswegeplan wird verabschiedet. Voraussetzung für eine Umsetzung der Pläne in den kommenden Jahren ist, dass die B300 in Diedorf im vordringlichen Bedarf bleibt – fällt sie da raus, müsste man wohl noch 25 Jahre warten, so Gemeinderätin Maria Prues (SPD), die sich ebenfalls im Arbeitskreis engagiert.

Für den 13. Mai plant der Arbeitskreis deshalb einen großen Aktionstag. An diesem Termin sollen die „Diedorfer zeigen, was sie stört“, sagt Georg Platzer-Strehler. Nicht von ungefähr sei nun „Diedorf macht mobil“ das Motto. Und nicht nur die Bewohner der Marktgemeinde seien gefragt, sondern auch alle anderen, die unter dem ständigen Stau zu den Hauptverkehrszeiten auf der Bundesstraße leiden, ergänzt Maria Prues. Ob der Tag nun in eine klassische Demonstration mündet oder eventuell sogar, wie zunächst angedacht, sogar die Straße für eine Zeit lang gesperrt wird, das will der Arbeitskreis noch nicht verraten.

Bei einem Infoabend am Donnerstag, 26. März, um 19.30 Uhr in der Aula der Diedorfer Grund- und Mittelschule informiert der Arbeitskreis über den Stand der B-300-Umfahrung und über den Aktionstag am 13. Mai.

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