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Umfahrung

11.03.2014

B300-Varianten sollen auch zu sehen sein

Luftbild Gessertshausen / Schmuttertal

Sechs Gessertshauser Gemeinderäte wollen drei Varianten auch auf Papier festgehalten haben

Den „Antrag auf gleichwertige Untersuchung der B-300-Trassenvarianten (Südumfahrung, südliche Bahntrasse, nördliche Bahntrasse)“, den die Gemeinderäte Herbert Schaller, Wolfgang Buhl, Christian Fendt und Michael Oberlander (alle CSU), Herbert Wiedemann (SPD) und Georg Nachreiner (Grüne) gestellt haben, wird Bürgermeisterin Claudia Schuster namens der sechs Räte an das Staatliche Bauamt weiterleiten.

Die Räte fordern in ihrem Antrag „eine gleichwertige Untersuchung und Visualisierung dieser drei Trassenvarianten“ und beziehen sich auf Aussagen von Landrat Martin Sailer bei der Bürgersprechstunde im Dezember vergangenen Jahres. Danach unterstütze Sailer die Bemühungen der Gemeinde Gessertshausen, eine sinnvolle Lösung für eine künftige B-300-Umfahrung zu finden. Sailer macht in einem Schreiben aber auch deutlich: „Sollte im Rahmen der Diskussion in den Gremien aus Sicht der Gemeinde Gessertshausen eine Visualisierung der verschiedenen Trassen als sinnvoll und erforderlich erachtet werden, muss die Gemeinde direkt auf das Staatliche Bauamt zugehen und dies beantragen.“ Sailer würde einen solchen Antrag – soweit es von der Gemeinde gewünscht ist – durch persönliche Gespräche mit dem neuen Amtsleiter unterstützen.

Die Antragsteller waren der Ansicht, dass hier keine neue Trassenvariante vorgelegt werde, teilweise wurde bereits 1987 darüber diskutiert. Man wolle lediglich eine gleichwertige Untersuchung dieser drei Varianten – und dies sollte der alte Gemeinderat noch entscheiden. Doch einige Räte waren der Ansicht, dass es hier wieder nur zu Verzögerungen komme, es sei doch alles untersucht worden. Gessertshausen sei einer von 35 Trägern öffentlicher Belange und auch eine neue Leitung im Bauamt könne sich nicht über ein Planfeststellungsverfahren hinwegsetzen. Und Bürgermeisterin Claudia Schuster wies darauf hin, dass bereits zwei Anträge der Bürgerinitiative Lebenswertes Gessertshausen an das Staatliche Bauamt weitergeleitet wurden, die Behörde am Variantenvergleich arbeite – und nun auch dieser Antrag an das Bauamt geschickt werde.

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Antrag zur Geschäftsordnung mit Patt abgelehnt

Als der Gemeinderat schon über ein folgendes Thema sprach, forderte Gemeinderat Buhl nach einigen Minuten, dass der Gemeinderat doch über den Antrag abstimmen sollte; dies wurde jedoch abgelehnt. Dazu bedürfe es an dieser Stelle einen Antrag zur Geschäftsordnung auf Wiederaufnahme dieses Punktes, so Zweiter Bürgermeister Otto Hochmuth. Dieser wurde mit acht zu acht Stimmen abgelehnt.

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