Newsticker
Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise schon am Dienstag
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Bäder in Corona-Zeiten: Notbetrieb ist besser als nichts

Bäder in Corona-Zeiten: Notbetrieb ist besser als nichts

Kommentar Von Regine Kahl
18.10.2020

Kritik an den neuen Regeln und Abläufen in den Schwimmbädern darf nicht an die falsche Adresse gehen.

Wellness mit dem Blick auf die Uhr? Das klingt nicht gerade nach Entspannung pur. Doch damit in einer Zeit der Pandemie überhaupt etwas Schwimm- oder Saunavergnügen für möglichst viele Menschen möglich ist, haben sich Kommunen für einen Schichtbetrieb in ihren Bädern entschieden. Das ist nicht optimal. Ob dreieinhalb Stunden für einen Aufenthalt in einer Therme gut gewählt sind, kann man kritisch hinterfragen. Dass sich hier so mancher Besucher gestresst und zeitlich gedrängt fühlt, ist verständlich. Nicht angehen kann allerdings, dass Mitarbeiter in einem Bad als Blitzableiter für Ärger und strapazierte Nerven herhalten müssen. Wer Kritik an Abläufen und Preisen hat, sollte diese bei den Verantwortlichen vorbringen. In allen Einrichtungen und Firmen sind sie dafür die richtige Adresse.

Kampf um die Tickets wird sich im Winter noch zuspitzen

Es ist wie so oft: Am lautesten wird der Protest wahrgenommen. Die vielen Besucher, die einfach nur froh sind, dass nach monatelanger Pause wieder geschwommen werden kann, gehen da unter. Eines ist klar: Der Kampf um die Tickets wird sich in den Wintermonaten noch zuspitzen. Wer zum Baden gehen will, muss sich schon Tage vorher darum kümmern, sonst wird er in die Röhre schauen. Aber es hilft nichts. Seien wir froh, wenn zumindest noch der Notbetrieb möglich ist. Niemand kann aktuell ausschließen, dass die Pforten der Bäder wieder ganz geschlossen werden.

Lesen Sie dazu auch: Freude und Frust im Neusässer Spaßbad Titania

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren