Newsticker

Personenschützer mit Corona infiziert: Heiko Maas in Quarantäne
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Bahn sorgt für unfreiwilligen Aufenthalt

Dinkelscherben/Gessertshausen

19.07.2010

Bahn sorgt für unfreiwilligen Aufenthalt

Ihre Fahrt unfreiwillig in Gessertshausen unterbrechen mussten Bahnreisende, die vergangene Woche von Augsburg nach Dinkelscherben unterwegs waren. Ihr Zug endete unplanmäßig.
Bild: Michael Kalb

Schwitzen können Bahnkunden nicht nur in Zügen ohne funktionsfähige Klimaanlagen, auch auf Bahnsteigen auf fast freiem Feld. Diese Erfahrung mussten Reisende auf dem Weg von Augsburg nach Dinkelscherben machen. Ihnen wurde ein 25-minütiger Aufenthalt auf dem Bahnhof Gessertshausen verordnet.

Schwitzen können Bahnkunden nicht nur in Zügen ohne funktionsfähige Klimaanlagen, auch auf Bahnsteigen auf fast freiem Feld ohne ausreichende Unterstellmöglichkeiten wird es derzeit fast unmenschlich heiß. Diese Erfahrung konnten am Donnerstag Reisende auf dem Weg von Augsburg nach Dinkelscherben machen. Ihnen wurde ein 25-minütiger Aufenthalt auf dem Bahnhof Gessertshausen verordnet - um weiteren Verspätungen entgegenzuwirken, wie die Bahn jetzt erklärt.

Nur eine kurze Fahrt

Um 15.52 Uhr am vergangenen Donnerstag sollte die Regionalbahn von Augsburg aus nach Dinkelscherben fahren. Mit Verspätung von etwa einer Viertelstunde ging es dann auch los, doch nach wenigen Minuten Fahrt war in Gessertshausen schon wieder Schluss. "Es gab eine Durchsage, dass alle Fahrgäste mit Ziel Kutzenhausen und Dinkelscherben aussteigen und auf den folgenden Zug warten sollten", so Michael Kalb, der vor Ort war.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Tatsächlich fuhr die Regionalbahn, deren eigentliches Ziel Dinkelscherben war, sofort ab Gessertshausen wieder zurück nach Augsburg - um weitere Verspätungen zu vermeiden, wie eine Bahnsprecherin erklärt, von der dann weitaus mehr Reisende betroffen seien. Diese Praxis hat System, wie die Bahnsprecherin konkretisiert: Bei einem Zugtakt von 30 Minuten sei es sinnvoll, ab einer Verspätung von 15 Minuten Züge vorzeitig wenden zu lassen. In diesem Jahr sei das aber bei weniger als ein Prozent der Züge notwendig gewesen und sei im Übrigen bei allen Verkehrsunternehmen üblich.

Ein schwacher Trost für Bahnkunden auf der Strecke Dinkelscherben-Augsburg, die just hier von einer öfter angewendeten Praxis berichten. Am Donnerstag mussten sie insgesamt rund 25 Minuten in glühender Hitze in Gessertshausen auf den ebenfalls verspäteten Folgezug warten, der dann freilich übervoll war, da er die Fahrgäste aus zwei Bahnen befördern musste.

Zu Schulschlusszeiten sehr voll

Auch das sei auf dieser Strecke keine Seltenheit, so Michael Kalb. Während am Wochenende oft recht lange Züge fast leer unterwegs seien, sind zu Stoßzeiten, etwa zu Schulschluss, die Züge regelmäßig so voll, dass Reisende in Dinkelscherben kaum noch zusteigen können. So am Montag, 12. Juli. Da hätte bei der Abfahrt in Dinkelscherben mit Ziel Augsburg ab 13.07 Uhr sogar der Schaffner es aufgegeben, die Fahrkarten zu kontrollieren, weil zwischen Schülern, Reisenden und Gepäck einfach kein Durchkommen war. jah/mick

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren