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Bahnausbau: Ein Schlamassel für die Wachstumsregion Augsburg

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Kommentar Von Christoph Frey
16.07.2019

Seit Jahrzehnten wird der Ausbau der Bahnstrecke zwischen Ulm und Augsburg diskutiert. Für Fahrgäste wird nun zunächst vieles schlechter, ehe Aussicht auf Besserung besteht.

Jede Menge Luft nach oben habe sein Unternehmen hat Bahnchef Richard Lutz jetzt in einem Interview gesagt und gleich das aus seiner Sicht größte Manko benannt: die über Jahrzehnte vernachlässigte Schieneninfrastruktur. Bis sich dort etwas zum Besseren wende, dauere es oft zehn oder 15 Jahre.

Eine Paradebeispiel für diese These sind die Bahnstrecken im Augsburger Land. Immerhin machen sich Planer jetzt an den seit Jahrzehnten diskutierten Ausbau der Strecke zwischen Ulm und Augsburg. Doch - wie es scheint - wird dort zunächst einmal für die Passagiere der Regionalzüge vieles schlechter, ehe auch nur Aussicht auf Besserung besteht.

Für die Wachstumsregion Augsburg, die zügig ein besseres und kein schlechteres Bahnnetz für Nah- und Fernverkehr braucht, ist das ein Schlamassel. Über die ohnehin schon über Gebühr belastete Strecke sollen künftig noch mehr Fernverkehrszüge fahren und man fragt sich entgeistert: Warum wird der Ausbau zwischen Ulm und Augsburg erst jetzt ernsthaft angegangen? Es war doch seit langem klar, was der Bau von Stuttgart 21 und der Ausbau der Bahnstrecke Augsburg-München auslösen. Alles in allem: Verkehrspolitik zum Vergessen.

Lesen Sie hierzu: Platzt der lang gehegte Traum vom dritten Gleis?

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