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Kinderbetreuung

22.02.2016

Bald fehlen schon wieder 70 Kindergartenplätze

Das Kinderhaus am Ballonstartplatz bietet ab September insgesamt 105 Betreuungsplätze.
Bild: Marcus Merk

Obwohl Gersthofen das Angebot stark erweitert hat, sind die Kapazitäten erschöpft. Was ist zu tun?

Zwar hat die Stadt Gersthofen zuletzt kräftig in neue Kindergarten- und Krippenplätze investiert. Doch diese Kapazitäten sind in absehbarer Zeit schon wieder ausgeschöpft. Nun sollen, nach einstimmigem Willen des Sozial- und Ordnungsausschusses, Möglichkeiten untersucht werden, wie und wo noch weitere Kindergartenplätze geschaffen werden können.

Nadja Winklhofer von der Kindergartenverwaltung hatte den Bestand analysiert. Aktuell sind 90 Krippenplätze im Stadtgebiet vorhanden. Im Moment stehen drei Kinder auf der Warteliste. Im Kinderhaus am Ballonstartplatz sind derzeit drei Krippen- und drei Kindergartengruppen vorhanden. Eine Gruppe wurde nur als Ausnahme für zwei Jahre genehmigt. Diese Zeit endet im September, das heißt, dass hier, wie ursprünglich vorgesehen, eine weitere Krippengruppe entsteht. Dies ist notwendig, denn sonst verlöre die Stadt Zuschüsse von 150000 Euro, mit denen der Neubau gefördert wurde. Winklhofer: „Zum September werden aus den bestehenden Gruppen 43 Krippenplätze frei.“ Bis jetzt seien für die Zeit ab dem neuen Kindergartenjahr schon 60 Kinder angemeldet. „Da im Kinderhaus am Ballonstartplatz ab September aber eine zusätzliche Krippengruppe entsteht, kann der Bedarf mit den dann 105 Plätzen gedeckt werden.“

Bei den Kindergärten sieht es weniger gut aus. Hier sind aktuell 665 Plätze plus 16 Notplätze vorhanden und voll belegt. Im Moment stehen 26 Kinder, die bis zum Mai drei Jahre alt werden, auf der Warteliste für einen Kindergartenplatz. „Durch die Eröffnung der neuen Tageseinrichtung Kinderwelt des Vereins Frohsinn Bildungszentrum Augsburg, kann diesen Kindern ein Platz angeboten werden.“

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Allen Kindern, die bis Dezember drei Jahre alt werden, kann laut Winklhofer nur durch Belegung der Notplätze ein Platz angeboten werden. Nach den aktuellen Zahlen werden von Januar bis Mai 2017 wieder 85 Kinder drei Jahre alt und haben einen Anspruch auf einen Kindergartenplatz. Sie schlug vor, drei weitere Gruppen oder 70 Plätze zu errichten. „Künftige Zuzüge und Flüchtlingskinder sind darin noch nicht eingerechnet“, so Winklhofer.

Der Bauausschuss beauftragte die Verwaltung nun einstimmig, die Kosten für sechs Varianten zu ermitteln, mit denen zusätzliche Plätze geschaffen werden könnten:

So würde sich das alte Pfarrhaus in der Johannesstraße anbieten. „Die Gruppen könnten dann an den bereits bestehenden benachbarten Kindergarten St. Elisabeth angegliedert werden.

Die Kindervilla Tiefenbacher in der Ziegeleistraße wurde von der Tiefenbacherstiftung errichtet. Sie bietet derzeit zwei Krippengruppen mit je 15 Plätzen. Der Betreiber habe Interesse an einer Erweiterung signalisiert.

Eine Erweiterung des Kinderhauses am Ballonstartplatz hätten den Vorteil, dass die geplanten Neubaugebiete in der Stiftersiedlung oder nördlich der Thyssenstraße („Europan“) in der Nähe wären und die künftig dort lebenden Kinder wohnortnah betreut werden könnten.

Der Kindergarten St. Hedwig könnte im Zuge der ohnehin anstehenden Arbeiten für die Toilettenerweiterung möglicherweise auch erweitert werden. Dass diese Lösung geprüft wird, hatte die Gruppierung W.I.R. beantragt.

Notwendige Kindergartengruppen könnten auf die vorgeschlagenen Standorte aufgeteilt werden, um eine flächendeckendere Betreuung zu bieten.

Falls der Kindergarten Blumenwiese (bisher Schubertstraße) in das bisherige Pfarrhaus an der Johannesstraße umziehe, soll auf einen Antrag der Freien Wähler hin geprüft werden, ob sich der Kindergarten auch als Jugendzentrum eignen würde.

Dies alles soll nun untersucht werden. Weiter beschloss der Sozialausschuss, dass in den nächsten Wochen sowohl die eigenen Liegenschaften, als auch Miet-/Pachtmodelle mit externen Dritten abgeklopft werden.

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