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Tischtennis

11.05.2020

Ballwechsel via Smartphone und Internet

Tischtennisschläger und Handy sind für Marie Gmoser momentan wichtig, um das Tischtennistraining per Video nach Hause tragen zu können.
Bild: Maximilian Merktle

Beim SC Biberbach setzt man in Corona-Zeiten zum Training verstärkt auf neue Medien

Alle Hallen sind gesperrt, der Spielbetrieb seitens des Verbandes seit 13. März abgesagt, und auch der Trainingsbetrieb ruht. Trostlose Zeiten für begeisterte Tischtennisspieler, sollte man meinen. Doch beim SC Biberbach versucht man, der aktuellen Lage etwas Positives abzugewinnen, und startete das Projekt „Wir spielen zusammen“.

„Momentan sind die Werbungen in Funk und Fernsehen voll mit der Parole ’Wir halten zusammen’. Und nachdem mir das Tischtennis und unsere Trainingseinheiten auch sehr fehlen, dachte ich mir, man könnte den Slogan ja leicht abändern und so unseren Sport auch ins heimische Wohnzimmer bringen“, erklärt Initiatorin und Jugendleiterin Marie Gmoser das Projekt. Seit gut zwei Wochen stellt Gmoser deshalb immer wieder verschiedene Übungen ins Netz, die die Jugendlichen und Erwachsenen der Abteilung zum Mitmachen animieren sollen. Bis jetzt ist die Resonanz riesig, vor allem die jüngsten Abteilungsmitglieder sind mit großem Eifer dabei und posten fleißig ihre Übungsvideos. Aber auch die Urgesteine Karin Kahl und Herbert Schmoll sind mit von der Partie und freuen sich über die willkommene Abwechslung.

Am Ende sollen alle Videosequenzen zu einem gesammelten Film geschnitten werden, den sich dann die Mitglieder anschauen können. „So bleiben wir zumindest über die Videos ein bisschen in Kontakt, wenn wir uns schon nicht live in der Halle sehen können“, freut sich Gmoser schon darauf. An weitere Aktionen denkt sie dabei auch schon: In der Bambinigruppe, die sie als Trainerin selbst leitet, gibt es eine Challenge nach ähnlichem Modell, die jede Woche eine neue Übungsaufgabe beinhaltet. Dabei werden dann schon mal Klopapierrollen als Netz verwendet und der heimische Esstisch muss als Platte herhalten. „Gerade bei den ganz Kleinen ist es wichtig, dass sie das Ballgefühl und vor allem den Spaß nicht verlieren“, sagt Gmoser. Was sie sich als Nächstes einfallen lässt, wird natürlich nicht verraten: „Das bleibt eine Überraschung, damit alle die gleichen Chancen haben.“

Trotz allem freut sich Marie Gmoser bereits heute auf den Tag, an dem sich die Hallentore wieder öffnen und zumindest ein Trainingsbetrieb wieder möglich ist. Beim SC Biberbach wäre man startklar. „Die Mannschaftsplanung für die neue Saison läuft bereits auf Hochtouren, und man wird wieder mit fünf Jugendmannschaften und je zwei Damen und Herrenteams an den Start gehen“, so Abteilungsleiter Reinhard Stuhler.

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