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06.02.2015

Barrieren für Behinderte sollen schwinden

Welche Probleme haben Rollstuhlfahrer? Wie kann man Sehbehinderten helfen? Mit diesen Fragen will sich der Marktgemeinderat Meitingen nun auseinandersetzen.

Meitingen will die Probleme der Betroffenen in den Fokus rücken und nimmt dafür auch Geld in die Hand

Es sind verschiedene Dinge, die Menschen mit Behinderungen das Leben schwer machen. Da scheitert beispielsweise ein Rollstuhlfahrer, weil es keinen behindertengerechten Zugang zu einer Veranstaltung gibt oder die Räume verfügen nicht über die entsprechende Technik, damit auch Gehörlose daran teilnehmen können.

Diese Probleme will der Marktgemeinderat Meitingen nun mehr in den Fokus rücken. Anlass für die Diskussion rund um eine Interessenvertretung für Behinderte war ein Antrag von Annemarie Probst. Die Marktgemeinderätin von Bündnis90/Die Grünen hatte die Gründung eines Behindertenbeirats angeregt.

Mit diesem Wunsch renne sie in Meitingen offene Türen ein, so Bürgermeister Michael Higl. Allerdings fragte sich das Gremium, ob ein Beirat dafür ein geeignetes Gremium sei. Der Bürgermeister schlug stattdessen vor, gemeinsam mit Fachleuten und Betroffenen ein Konzept zu erarbeiten, um eine effektive und sinnvolle Hilfe für Behinderte aufzubauen. Dabei solle das, was bereits an Fachkompetenz in Meitingen vorhanden ist, gebündelt werden. Anknüpfungspunkte gebe es dabei mit dem Seniorenbüro, das vom Augsburger Arbeiter Samariter Bund (ASB) im Auftrag der Marktgemeinde betrieben wird. Aus diesem Grund hatte sich Higl bereits mit Verantwortlichen des ASB zusammengesetzt. In dem Gespräch habe er beispielsweise einiges darüber erfahren, was es für Betroffene bedeute, wenn man an Multipler Sklerose erkranke.

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Ein weitere Anlaufstellen neben dem Seniorenbüro

Higl schlug deshalb vor, als einen „weiteren Pfeiler“ neben dem Seniorenbüro ein Konzept für eine Art Anlaufstelle für Behinderte erarbeiten zu lassen. Wichtig sei dabei, die Betroffenen einzubeziehen.

Dafür müssten zunächst als Anschubfinanzierung 5000 Euro zur Verfügung gestellt. Sollte das Projekt dann weitergeführt werden, würden laut Higl jährlich Kosten in Höhe von rund 7000 Euro auf die Marktgemeinde zukommen.

Der Vorschlag wurde von allen Fraktionen für gut befunden.  Nun soll innerhalb eines halben Jahres ein Konzept erarbeitet werden, dass dann dem Marktgemeinderat vorgestellt wird. Das Gremium wird dann über das weitere Vorgehen beraten.

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