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Städtebau

26.02.2018

Bauen: Nachverdichtung soll verträglich sein

Wie darf das Gebiet zwischen der Von-Rehlingen-Straße und dem Bahndamm in Westheim bebaut werden? Über die Entwicklung wollen sich die Stadträte grundsätzlich Gedanken machen.

In Westheim soll an der Bahn nicht höher als dreistöckig gebaut werden

Die derzeitige Lage am Immobilienmarkt führt dazu, dass viele Bauwerber möglichst dicht und hoch auf den Grundstücken bauen wollen. Das gefällt den Gremien oftmals überhaupt nicht. In Neusäß hatte der Planungsausschuss wieder mit solchen Anträgen zu tun.

Ein Bauantrag für eine recht massive, vierstöckige Riegelbebauung mit 26 Wohnungen an der Bahnstrecke zwischen Damm- und Von-Rehlingen-Straße in Westheim hat die Stadt Neusäß veranlasst, eine kleine städtebauliche Untersuchung in Auftrag zu geben, die Vorschläge macht, wie sich dieses Quartier grundsätzlich entwickeln soll. Die Flächen stehen ja auch in einem engen Zusammenhang mit der Planung der Stadt für eine „Neue Mitte Westheim“. Auf dem 3000 Quadratmeter großen Grundstück stehen momentan nur zwei kleine Häuser.

Werner Dehm vom Büro Opla hat das Gebiet untersucht und die Ergebnisse in der jüngsten Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses vorgestellt. Demnach sind über 80 Prozent der Bebauung in diesem Bereich maximal dreigeschossig (zwei Vollgeschosse und ein Dachgeschoss: 2+D). Satteldächer bestimmen das Bild.

Daher hält es der Planer nicht für vertretbar, hier eine viergeschossige Bebauung zuzulassen. „Nachverdichtung im Ortskern ist sicher sehr sinnvoll, aber sie sollte maßvoll und verträglich zur Ortsstruktur sein“, so Werner Dehm. Er schlug vor, die einzelnen Riegel kleiner und gegliedert zu gestalten oder stattdessen vier kleinere Stadthäuser zu bauen. Die Vorschläge sollen nun mit dem Bauwerber besprochen werden.

Auch in Steppach ist die Planung der Wohnhäuser zu wuchtig

Ähnlich verhält es sich mit den Plänen eines Bauherrn für das spitz zulaufende Eckgrundstück am nördlichen Ende der Flurstraße/Ecke Kobelstraße. Der erste Entwurf war schon einmal im Ausschuss beraten und für zu wuchtig befunden worden. Nun wurde ein geänderter Entwurf zur Genehmigung eines Zweifamilien- und eines Mehrfamilienhauses vorgelegt. Zweiter Bürgermeister Wilhelm Kugelmann sagte nun dazu: „Es ist schon besser als vorher, aber noch lange nicht gut.“ Auch seine Kollegen fanden die Bebauung immer noch zu massiv und zu eng. (dav)

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