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Ortsentwicklung

15.10.2018

Bauherren müssen sich gedulden

Wie Häuslebauer in Emersacker jetzt mehr Gestaltungsfreiheit bekommen sollen

Wer auf einen Bauplatz im geplanten Baugebiet Johannisfeld II schielt, muss sich noch gedulden: Für den etwa 20 Jahre alten Bebauungsplan soll die Satzung geändert werden, um auch andere Baustile zu ermöglichen. Dies sei im beschleunigten Verfahren möglich, teilte Bürgermeister Michael Müller in der jüngsten Gemeinderatssitzung mit. Aber: „Auch wenn es beschleunigtes Verfahren heißt, wird es aber drei bis vier Monate dauern“, so Müller.

Bevor nicht Rechtskraft bestehe, soll kein Bauplatz verkauft werden. Der Gemeinderat war sich einig, dass die künftigen Bauherren möglichst viel Gestaltungsfreiheit haben sollen. Vom Toskanahaus bis zum Flachdach soll alles zulässig sein. Nähere Details will der Bauausschuss demnächst festlegen.

Vom Kindergartenneubau berichtete Müller, dass der Keller fertiggestellt sei. In der kommenden Woche soll das Erdgeschoss seine Decke erhalten. Ein Nachtragsangebot war bei den Ziegelsteinen nötig. Die in der Ausschreibung angegebenen Steine erfüllten nach Energieberechnungen nicht die für den Bau erforderlichen Wärmedämmwerte. Die nun verwendeten Ziegel haben eine Steinwollfüllung und sind 6400 Euro teurer. Dies führe nicht zu einer Erhöhung der Gesamtkosten, versicherte der Bürgermeister. Es gebe Einsparungen an anderer Stelle. Auch für den Aufzug musste über ein Nachtragsangebot beraten werden. Am Ende entschieden sich die Gemeinderäte für eine Edelstahlversion bei der Tür. Auch die Kabineninnenwände sollen eine Edelstahlverkleidung haben. Außerdem wird ein Schlüsselschalter angeschafft. Die zusätzlichen Gesamtkosten belaufen sich auf etwa 2400 Euro. Gemeinderat Peter Weldishofer stellte in der Sitzung auch einen Entwurf für den Buswendeplatz vor der Grundschule vor. Er schlägt vor, den Wendekreis des Busses, der einen Durchmesser von 23 Metern hat, auf dem Platz zu markieren. Damit ist für Autofahrer klar ersichtlich, wo in Zukunft das Parken problemlos möglich ist. Die Kosten für die Markierungen betragen etwa 1250 Euro. Umgesetzt werden soll das Projekt im nächsten Jahr, wenn die Bauarbeiten am Kindergarten abgeschlossen sind.

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Nachdem in der Pfarreiengemeinschaft ein Baumkataster eingerichtet wird, stellte Bürgermeister Müller zur Debatte, ob auch die Gemeinde eines anlegen sollte. Müller erklärte, dass es bei der vergangenen Bürgermeister-Dienstbesprechung bereits die Information gegeben habe, dass ein Kataster demnächst vorgeschrieben werden könnte. „Wir haben viele alte, große Bäume im öffentlichen Bereich“, meinte Müller. Mit dem Kataster werde dokumentiert, ob die Gemeinde ihren Unterhalts- und Sorgfaltspflichten nachkomme. Müller soll bei der Pfarrei wegen der Angebote zum Kataster nachhaken.

Der Rathauschef informierte zudem, dass im Kinderhaus St. Martin nicht genügend Eltern bereit gewesen seien, einen Elternbeirat zu bilden, sodass es dieses Gremium im Augenblick nicht gebe.

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