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Gemeinderat

23.05.2018

Bauplätze vergeben – aber wie?

So sieht es derzeit im künftigen Baugebiet „Schusterweg“ in Nordendorf aus. Nach Abschluss der archäologischen Untersuchungen kann die Gemeinde nun mit den Erschließungsarbeiten beginnen.
Bild: Josef Nittbaur

Nordendorfer Gremium diskutiert, ob auch Auswärtige eine Chance haben sollen

Bauplätze sind in der Gemeinde Nordendorf Mangelware. Nachdem der „Sonnige Südwesten“ weitgehend bebaut ist, sollen im neuen Baugebiet „Schusterweg“ insgesamt 15 Ein- und zwei Mehrfamilienhäuser entstehen. Das gesamte Gelände wurde – wie vom Landesamts für Denkmalschutz gefordert – bereits auf archäologische Funde abgesucht. Laut Bürgermeister Elmar Schöniger wurde allerdings nichts gefunden, sodass in Bälde mit den Erschließungsarbeiten begonnen werden kann. Geplant ist, noch in diesem Jahr die ersten Bauplätze zu verkaufen.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung sollte nun festgelegt werden, wann und an wen die Plätze vergeben werden. Auf Empfehlung der Rechtsaufsicht beim Landratsamt sollten die wesentlichen Vergabekriterien in öffentlicher Sitzung festgelegt werden. Bereits im Vorfeld hatte man sich offensichtlich darauf verständigt, nicht alle Plätze sofort zu verkaufen, sondern auf mehrere Jahre verteilt. Einig war man sich auch, die beiden Grundstücke, auf denen die Mehrfamilienhäuser gebaut werden können, aus dem allgemeinen Verfahren auszuklammern. Wenn ein Investor anklopfen sollte, kann sofort in Verhandlungen eingetreten werden. Lebhaft entwickelte sich die Debatte, ob bei der Vergabe nur Einheimische oder auch auswärtige Bewerber berücksichtigt werden sollen. Laut Bürgermeister Schöniger gibt es für die 15 Einfamilienhäuser bereits jeweils 25 einheimische und auswärtige Interessenten. Mehrere Gemeinderatsmitglieder sprachen sich angesichts der Mangelsituation dafür aus, möglichst nur einheimische Bewerber zu berücksichtigen. Einige hatten allerdings die Befürchtung, dass sich die Gemeinde damit wegen Diskriminierung auswärtiger Bewerber angreifbar machen würde. Eine Bevorzugung Einheimischer über den Preis ist nicht mehr möglich. Letztlich sprach sich das Nordendorfer Gremium mit acht gegen vier Stimmen dafür aus, bei der Vergabe auch auswärtige Bewerber zu berücksichtigen. Der Vorschlag des Bürgermeisters, im Jahr 2018 noch an fünf Einheimische und zwei Auswärtige zu verkaufen, fand keine Zustimmung. Daraufhin einigte man sich einstimmig darauf, drei Jahre lang jeweils fünf Plätze zu verkaufen, davon vier an Einheimische und einen an Auswärtige. Die detaillierten Vergabekriterien werden im nichtöffentlichen Verfahren festgelegt. Dabei sollen Familien mit Kindern auf jeden Fall bevorzugt werden.

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