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Gemeinderat

13.06.2018

Befürworter des Radwegs wollen einen Gang zulegen

Die Verbindung zwischen Bonstetten und Peterhof scheint auf die Zielgerade einzuschwenken

Das langersehnte Radprojekt im Holzwinkel scheint im Fall von Bonstetten auf die Zielgerade einzuschwenken. Bei der jüngsten Sitzung des Gemeinderates teilte Bürgermeister Anton Gleich mit, einen Entwurf des 1,3-Millionen-Euro-Projekts bei einer der nächsten Beratungen vorzustellen. Die Ankündigung erfolgte allerdings nicht angesichts des vorsommerlich günstigen Radwetters der letzten Wochen, sondern als Antwort auf einen Antrag der Grünen-Fraktion mit Leo Kränzle und Gertrud Wagner.

Sitzungsleiter Anton Gleich kennt den langen und bisher eher holprig verlaufenen Weg des auch von Heretsried gewünschten Fahrstreifens entlang der Kreisstraße A5. Die rund vier Kilometer lange Strecke soll in östlicher Richtung bis zur Peterhofstraße (St. 2036) verlaufen. Vor drei Jahren unterm Stauffersberg beschlossen, sollte das Vorhaben der gestiegenen und sicheren Benutzung durch die Fahrradfreunde Rechnung tragen. Auch an die Berufspendler auf dem Sattel, von denen es im Holzwinkel einige gibt, wurde gedacht. So brechen welche sogar aus Emersacker und Welden in Richtung Augsburg auf.

Allerdings stieg die Nachbargemeinde Adelsried aus dem Millionenprojekt aus, was den Kostenanteil für Bonstetten erhöhte. Vor zwei Jahren waren noch 145000 Euro genannt worden. Rund 80 Prozent werden jedoch durch staatliche Zuschüsse aufgefangen.

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Leo Kränzle (Die Grünen), dessen Parteikollegen im Landkreis sogar eine Untertunnelung der Einmündung vergeblich ins Spiel gebracht hatten, forderte nun die Möglichkeit einer Erörterung des gesamten Konzepts in der Kommune: „Projektverantwortlicher ist zunächst die Gemeinde, daher ist es nur recht und billig, den Gemeinderat möglichst frühzeitig an der Planung zu beteiligen.“ Das Ziel: Möglichst kostengünstig und optimale Sicherheit des Radverkehrs. Letzteres hatten die Grünen kürzlich im Kreistag mit dem umstrittenen Ausbau der Staatsstraße 2036 in Verbindung gebracht, nach deren Fertigstellung sie mit erhöhtem Tempo gerade an dieser Stelle rechneten (wir berichteten). Dies würde eine unterirdische Radlerdurchfahrt rechtfertigen, meinten sie. Davon hatte das Tiefbauamt mit Hinweis auf das dortige Gefälle und die Mehrkosten von anderthalb Millionen Euro abgeraten.

Stattdessen soll man mithilfe einer Mittelinsel auf die andere Seite gelangen. Der Bürgermeister wollte nicht nur demnächst die Konzeption den Bürgervertretern vorlegen, sondern ging ebenso von weiteren Fortschritten aus: „Im Herbst wird die Planung stehen und kommendes Jahr gebaut werden.“ Petra Zinnert Fassl (Freie Wähler) nahm erneut Mal die Gelegenheit wahr, die Dringlichkeit des Projekts zu unterstreichen: „Dort radeln immer mehr Menschen.“ Anton Gleich, der den Ausbau als „Toröffnung zu unserem Natur- und Erholungsgebiet“ betrachtet, hat in der Vergangenheit schon stets aufs Tempo gedrückt. Auf die entstandenen Verzögerungen angesprochen, erlaubte sich der Bürgermeister allerdings einen Hinweis auf das Verhalten der Umweltschützer in den Kreisgremien.

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