Newsticker

Wirtschaftsweise: Teil-Lockdown kaum Auswirkungen auf Wirtschaftskraft
  1. Startseite
  2. Lokales (Augsburg Land)
  3. Behörden weisen Vogelgrippe bei Wildvögeln im Kreis Augsburg nach

Kreis Augsburg

20.11.2016

Behörden weisen Vogelgrippe bei Wildvögeln im Kreis Augsburg nach

Die Vogelgrippe breitet sich aus. Immer mehr bayerische Landkreise sind betroffen.
Bild: Roland Weihrauch/dpa (Symbolbild)

Die Vogelgrippe breitet sich in Bayern aus. Das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit hat die Vogelgrippe nun auch im Landkreis Augsburg nachgewiesen.

Die Vogelgrippe-Fälle in Bayern nehmen weiter zu. Wie das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) am Sonntag mitteilte, ist das H5-Virus erstmals bei Wildvögeln im Landkreis Augsburg nachgewiesen worden. Außerdem betroffen sind Nürnberg und Ingolstadt sowie die Landkreise Ostallgäu, Neuburg-Schrobenhausen, Landshut, Weilheim und Rottal-Inn. Damit bestätigen sich auch die Verdachtsfälle aus Ingolstadt sowie den Landkreisen Neuburg-Schrobenhausen und Landshut.

Die Proben sind zur Bestätigung und zur weiteren Bestimmung des Typs an das Nationale Referenzlabor, das Friedrich-Loeffler-Institut, weitergeleitet worden. Zuvor waren Fälle der hochansteckenden Variante H5N8 in den sechs bayerischen Landkreisen Lindau, Starnberg, Rosenheim, Traunstein, Miesbach und Freising bekanntgeworden.

Immer mehr bayerische Landkreise von Vogelgrippe betroffen

Wegen der Vogelgrippe gilt seit Freitag in Bayern zunächst für unbestimmte Zeit eine allgemeine Stallpflicht für Haus- und Nutzgeflügel. Das heißt, Geflügelhalter und Hobbyzüchter dürfen ihre Tiere ab sofort nicht mehr nach draußen lassen. Die bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf (CSU) begründete die Maßnahme mit den Worten: „Im Sinne der Tiergesundheit und der Seuchenbekämpfung ist es jetzt besonders wichtig, eine Ausweitung der Vogelgrippe auf das Hausgeflügel zu verhindern.“ Bundesweit gelten von Montag an strengere Schutzvorkehrungen.

Die Vogelgrippe, auch Geflügelpest genannt, ist eine von einem Virus verursachte Tierseuche. Im aktuellen Fall sprechen Fachleute von einer hochpathogenen aviären Influenza vom Subtyp H5N8. Für Menschen ist das Vogelgrippe-Virus H5N8 ungefährlich. Auch Fleisch können Verbraucher laut Agrarministerium bedenkenlos essen: Es gebe Fleischkontrollen bei den Veterinärämtern - und wenn es Auffälligkeiten gebe, komme die Ware gar nicht erst in den Verkauf. "Was im Regal liegt, ist untersucht und kontrolliert, da muss sich der Verbraucher keine Sorgen machen", heißt es.

Vogelgrippe: Besteht Gefahr für Haustiere?

Haustiere wie beispielsweise Katzen dürfen auch weiterhin frei durch die Gegend streunen. Bislang gebe es dazu keine "Reglementierung", sagte etwa ein Sprecher des Landratamtes in Konstanz. Erkrankungen von Hunden seien bislang ebenfalls nicht beschrieben, heißt es weiter." Ein Kontakt mit toten Wasservögeln sollte aber vorsorglich vermieden werden. Außerdem wird empfohlen, im Uferbereich Hunde an der Leine zu führen."

Bereits Ende voriger Woche war in Schwabmühlhausen im südlichen Landkreis Augsburg die Kreisgeflügelschau abgesagt worden. Das Veterinäramt sprach damals von einer vorbeugenden Maßnahme und betonte, dass bislang bei keinem Wildvogel die Vogelgrippe festgestellt worden sei. Das hat sich nun offenbar überholt. AZ/dpa

Mehr zum Thema

Vogelgrippe: Sind Fleisch und Eier noch sicher? 

Vogelgrippe: Jetzt gilt eine Stallpflicht für Geflügel 

H5N8: Symptome, Risiko, Verbreitung

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren