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Bei der Maskenpflicht mal an die eigene Nase fassen

Kommentar Von Matthias Schalla
10.08.2020

Wir werden nachlässig. Vermittelte zu Beginn der Pandemie der Mund-Nasen-Schutz jedem noch ein Stück Sicherheit, so wird das Tuch immer mehr zum lästigen Übel.

Schlechte Beispiele gibt es zuhauf. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier sorgte vor Kurzem im Urlaub bei einem Gruppenfoto ohne Maske und Abstand für reichlich Wirbel. Ministerpräsident Laschet ist in NRW ebenfalls schon von Fotografen „oben ohne“ erwischt worden, also lediglich mit bedecktem Mund und freier Nase. Auch ich persönlich muss in letzter Zeit immer öfter auf dem Parkplatz wieder umdrehen, weil ich die Maske in der Seitenablage meines Autos vergessen habe.

Die Frage ist jedoch: Wie reagiert man richtig? Einfach sagen Augen zu und durch? Fast scheint es so. Denn immer mehr Menschen wiegen sich offenbar immun. Sie laufen ohne Masken durch Einkaufszentren, steigen in öffentliche Verkehrsmittel und stürzen sich im Urlaub in jede Party. Dabei offenbart ein Blick auf die Zahlen schonungslos die bittere Wahrheit. Wir sind noch lange nicht über dem Berg. Im Gegenteil.

Es hängt ein großes Stück mit unserer Nachlässigkeit zusammen

Um mehr als 15 Prozent sind im Vergleich zum 10. Juli die Zahlen im Augsburger Land angestiegen. Und das kommt nicht von ungefähr. Es hängt ein großes Stück mit unserer Nachlässigkeit zusammen. Mal eben zum Bäcker? Reicht doch, das T-Shirt ein Stück über den Mund zu ziehen. Telefonieren in Bus oder Bahn? Ohne Mundschutz ist man viel besser zu verstehen. Vorsicht ist daher angesagt. Denn dass die Zahlen steigen, dafür muss sich jeder an die eigene Nase fassen – die ragt ja meist ohnehin frei über den Mundschutz hinaus.

Lesen Sie hier, wie teuer Verstöße gegen die Maskenpflicht werden können: Ohne Mundschutz kostet die Busfahrt 150 Euro. Es geht aber noch teurer

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