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Beim Schafkopfen gilt am Ende die alte Regel

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Kommentar Von Christoph Frey
09.01.2019

Freunde des Kartenspiels dürfen sich im falschen Zeitalter wähnen, seitdem erwogen wird,  Schafkopfen zum Unterrichtsfach zu erklären. Ein Aufgefallen.

Es gibt Momente im Leben, da wird einem klar: Man ist einfach zu früh geboren. Dazu können beispielsweise Besuche in früheren Lieblings-Lokalitäten zählen, für die man sich eigens noch einmal in die alte Lieblings-Lederjacke gezwängt hat, um am Ende dann von irgendwelchem jungen Gemüse hartnäckig gesiezt zu werden.

Eingefleischte Freunde des urbayerischen Kartenspiels wiederum dürfen sich im falschen Zeitalter wähnen, seitdem ernsthaft erwogen wird, das Schafkopfen zum Unterrichtsfach zu erklären. Was sie früher verstohlen unter der Schulbank trieben, könnte nun mit höchstem Segen ganz offen auf den Tisch kommen, und so mancher Schafkopfer wird sich im Geiste ausmalen, was das damals für seine Noten bedeutet hätte.

Den missglückten Aufsatz hätte er mit einem gewagten Wenz korrigiert, und wer mit den Gesetzen von Mathematik und Physik auf Kriegsfuß stand, hätte beim Ramsch noch alles hinbiegen können.

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Nur leider wird’s so nicht kommen, wenn erst einmal die Kultus-Bürokratie sich dieses Kartenspiel krallt und es unbarmherzig für den Einsatz im Klassenzimmer zurechtstutzt. Das gibt es dann kein Contra mehr, denn am Ende gilt immer noch die alte Regel: Der Ober sticht den Unter.

Diese Regel würde den Kindern in der Schule richtig beigebracht werden, wenn sie bald im Klassenzimmer Schafkopfen

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