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Diedorf

08.05.2019

Bekommt Diedorf ein neues Feuerwehrhaus?

In Diedorf wird über den Neubau eines Feuerwehrhauses diskutiert.
Bild: Wolfgang Widemann (Symbolbild)

Der Gemeinderat spricht über den nötigen Anbau in Diedorf an der Lindenstraße. Und plötzlich geht es um einen Neubau. Der könnte dann vielfältig genutzt werden.

Bekommt Diedorf jetzt ein ganz neues Feuerwehrhaus, möglicherweise sogar eines im neuen Rathaus oder eines, das Synergien mit der Feuerwehr Anhausen oder dem Bauhof nutzt? Eigentlich wollte der Diedorfer Marktgemeinderat auf seiner jüngsten Sitzung lediglich über den Zeitplan für den Anbau an das bestehende Gerätehaus der Wehr im Hauptort sprechen. Doch im Laufe der Diskussion kamen alle vier genannten Vorschläge auf. Bis schließlich Gemeinderat Georg Platzer-Strehler (WfD) auf die Bremse trat: „Was war denn nun eigentlich gefordert?“ holte er die Diskussion auf die Erkenntnisse aus dem Feuerwehrbedarfsplan zurück.

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Tatsächlich hatte die Debatte mit einer Auseinandersetzung mit diesem Gutachten begonnen. Vor wenigen Wochen hatte Fachmann Harald Knobloch seine Analyse im Gemeinderat festgestellt. Er sagte: Aufgrund der Größe und des Zuständigkeitsgebiets der Feuerwehr Diedorf, in deren Bereich auch die Bundesstraße und die Bahnlinie fallen, sollte dort ein Mannschaftstransportwagen angeschafft werden. Weil außerdem der Platz im jetzigen Feuerwehrhaus zwischen Spinden und geparkten Einsatzfahrzeugen knapp ist, schlug Marktbaumeister Rolf Jüngst einen Anbau vor. Der könnte zwei oder drei Garagenplätze umfassen. Dann wäre auch endlich Platz für einen Anhänger, der bislang in einem landwirtschaftlichen Anwesen untergestellt wird und für einen Werkstatt- oder Waschplatz.

Schwierigkeiten bei allen nötigen Abstandsflächen

Rolf Jüngst sieht den Anbau für die Feuerwehr westlich des Gerätehauses. Das ginge, weil die Gemeinde das angrenzende Einfamilienhaus bereits gekauft hat. Allerdings: Schon in der Handzeichnung des Marktbaumeisters wird klar, dass es wohl Schwierigkeiten mit der Einhaltung aller nötigen Abstandsflächen geben könnte. Deshalb schlägt Gemeinderat Helmut Schalk (WfD) vor, doch auch einen Anbau in Richtung Osten zu prüfen. Dort befinden sich aktuell die Parkplätze für die Feuerwehrler im Einsatz. Die könnten auch in eine Tiefgarage unter der Erde verlegt werden, so Schalk weiter. Auch die Feuerwehr in Diedorf selbst hatte vor ein paar Jahren schon einmal in diese Richtung gedacht.

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Feuerwehrhaus wird durch Anbau deutlich größer

Der Anbau werde auf jeden Fall das Feuerwehrhaus um mehr als die Hälfte größer machen, so Rolf Jüngst. Im Haushalt sind bereits für dieses Jahr 214000 Euro für die Planung vorgesehen und in den nächsten beiden Jahren jeweils 1,2 Millionen Euro. Warum also nicht auch über ein ganz neues Feuerwehrhaus nachdenken, stellt Gemeinderat Stefan Mittermeier (CSU) in den Raum. Die Idee kommt auch bei Daniel Fendt, Fraktionssprecher der Fraktion WfD, gut an: „Wenn wir so ein Haus schon anfassen, dann auch richtig“, sagt er. Sicher sei ein Neubau teurer, aber möglicherweise gebe es Möglichkeiten, Einrichtungen zusammen zu nutzen: Schließlich sei auch das Gerätehaus im benachbarten Anhausen schon in die Jahre gekommen und der Bauhof benötige auch einen Waschplatz für Lastwagen. Petra Friess (WfD) überlegt, ob nicht Feuerwehr und Verwaltungsgebäude in einem gemeinsamen Neubau Platz finden könnten. Für Maria Prues (SPD) ist klar, dass ein Neubau nicht mehr an der Lindenstraße realisiert werden könne. Städtebaulich könnte das auch ein Vorteil sein.

Am Ende wollte Bürgermeister Peter Högg die Diskussion aber nicht ausufern lassen. Anbau oder Neubau, das sei doch eine Grundsatzdebatte, die nicht übers Knie gebrochen werden könne. Für eine der nächsten Sitzungen soll nun Marktbaumeister Jüngst prüfen, wie sich die Varianten eines Anbaus mit zwei oder drei Garagenplätzen nach Westen oder nach Osten sowie ein Neubau am Ende sowohl in der Machbarkeit als auch im Preis unterscheiden könnten.

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