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Zusmarshausen

23.01.2020

Belohnung in Zusmarshausen für alle, die mehr als ihre Pflicht tun

Ehrung für verdiente Bürger: Rathauschef Bernhard Uhl (rechts) zeichnete insgesamt neun Personen mit der Bürgermedaille aus: (von links) Andrea Kindig, Walburga Müller, Heinz Dieter Pomp, Hildegard Katzenschwanz, Anton Mayr, Anna Kranzfelder, Anton Fischer sowie Johanna und Max Kriener.
Foto: Günter Stauch

Zum Start des Jahres ehrt Zusmarshausens Bürgermeister Bernhard Uhl Menschen, die sich seit Jahren ehrenamtlich engagieren. 

Die Marktgemeinde an der Zusam hat sich zu einer Drehscheibe im westlichen Landkreis entwickelt und will diese Position künftig noch weiter ausbauen. Mit einem selbstbewussten Rück- wie Ausblick hat Bürgermeister Bernhard Uhl den Neujahrsempfang der Kommune eingeleitet.

Vor einem vollen Festsaal St. Albert, in dem sich Vertreter aus allen Teilen der Gesellschaft eingefunden hatten, führte Bürgermeister Uhl durch ein stimmungsvolles wie abwechslungsreiches Programm. Zu dessen Höhepunkten zählte neben dem einmaligen Filmprojekt mit Zeitzeugen aus der Region vor allem die Auszeichnung von verdienten Mitbürgern mit der Bürgermedaille. Bei den Ehrengästen konnte Uhl auch die designierte Arbeits- und Sozialministerin Carolina Trautner begrüßen, die erst vor vier Tagen für das Amt in der Bayerischen Staatsregierung benannt worden war.

Landrat Martin Sailer beim Neujahrsempfang in Zusmarshausen

Ein anderer prominenter Gast machte deutlich, dass dies in einer Zeit des rasanten Wandels erfolge, bei dem viele Menschen den Eindruck hätten, ihr nicht mehr folgen zu können. So erinnerte Landrat und Bezirkstagspräsident in seinem nachdenklich gehaltenen Grußwort an die Anfänge seines politischen Wirkens: „Damals gab es in der Welt zwei gegensätzliche Blöcke, vieles war eher überschaubar und vor allem erklärbarer als heute“, gab Sailer zu bedenken, betonte dann aber auch die positiven Perspektiven der Region wie große Bildungsprojekte sowie die Uniklinik Augsburg. Bei Letzterem versprach der Landrat große Investitionen seitens des Landkreises. Dem wollte Gastgeber Bernhard Uhl in nichts nachstehen und zog für seine Gemeinde im Hinblick auf das vergangene Jahr eine positive Bilanz. „Wir haben eine Menge geschafft“, gab er zu verstehen und verwies etwa auf „gute Lösungen bei der Kinderbetreuung“ und die Bemühungen um neue Wohngebiete für junge Familien. Uhl erwähnte den Brückenbau in Gabelbachergreut genauso wie die Rathausplatzgestaltung, die Gewerbeansiedlung und die Pläne für eine Seebühne am Rothsee.

Eine neue Seniorengemeinschaft für Zusmarshausen

Die unter den 46 Gemeinden und Städten der Region steuerlich drittstärkste Kommune soll nach der Ankündigung von Uhl ab diesem Jahr auch über eine Seniorengemeinschaft verfügen, die „älteren Menschen dabei hilft, möglichst lange in ihrer gewohnten Umgebung bleiben“ zu dürfen. Der Bürgermeister setzt dabei auf die tatkräftige Unterstützung von jungen wie älteren Mitmenschen. In dieser Hinsicht scheint der Ort gut aufgestellt zu sein, denn zum fünften Mal wurden bei der festlichen Veranstaltung mit Klängen der Musikkapelle Gabelbach verdiente Bürger mit einer Medaille ausgezeichnet.

Einen Hinweis auf die Bedeutung ihres ehrenamtlichen Schaffens hatte zuvor bereits Landrat Sailer mit einem Kolpingschen Motto gegeben, wonach die Gemeinschaft von denen lebe, die mehr als ihre Pflicht tun würden.

Insgesamt neun Personen wurden auf der geschmückten Bühne für ihr jahrzehntelanges Engagement bei der Schulwegsicherung, bei technischem Dienst auf dem Christkindlmarkt sowie der Betreuung der „Lourdes Grotte“ geehrt. Neben Urkunden gab es auch Blumen und ein Landkreisbuch.

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