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Beste Mittel gegen das Vergessen: Noch ist viel Platz für Stolpersteine

Kommentar Von Gerald Lindner
14.07.2020

Lange hat man in Gersthofen diskutiert, wie in der Stadt der Nazi-Opfer gedacht werden soll. Nun sieht man konkrete Ergebnisse.

Lange hat man in Gersthofen diskutiert, wie in der Stadt der Nazi-Opfer gedacht werden soll. Nun sieht man konkrete Ergebnisse: Es ist gut, dass der Stadtrat das bürgerliche Engagement der Stolperstein-Initiativen aufgegriffen hat und so gestern die ersten fünf Gedenksteine verlegt werden konnten. Das ist nicht zuletzt der Beharrlichkeit Bernhard Lehmanns und seiner unermüdlichen Mitstreiter zu verdanken.

Nach der Benennung der Mittelschule zu Ehren der Freiheitskämpferin Anna Pröll ist dies ein weiterer Schritt, dafür zu sorgen, welche Verbrechen die Nazis den Menschen auch in Gersthofen, in unmittelbarer Nachbarschaft, angetan haben. Das ist man diesen Menschen schlichtweg schuldig.

Besonders gut ist es, dass sowohl die Mittelschule als auch das Paul-Klee-Gymnasium in das Stolperstein-Projekt vor Ort mit eingebunden werden. Die Schüler sollen unter anderem Biografien weiterer Opfer erforschen und festhalten, damit diese nicht vergessen werden. Die Beschäftigung auch mit dem dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte ist das beste Mittel gegen das Vergessen und auch gegen die zunehmende (Rechts-)Radikalität in unserer Gesellschaft. Es ist noch Platz für viele Stolpersteine.

Lesen Sie dazu auch den Bericht: Für diese Gersthofer Nazi-Opfer gibt es jetzt Stolpersteine

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