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Neusäß

12.11.2018

Besuch auf der Alm beim Theater in Hainhofen

Da ist er wieder, der Koffer voller Geld: Bauer Sepp (Günther Uhrle), seine Frau Resi (Elfi Strassner), Kalina Luna (Sabine Dornberger), Clarissa (Marina Kraiger) und die beiden Bankräuber Edi (Jens Passig) und Leopold (Thorsten Lechner). 

Die Theatergruppe Hainhofen begeistert mit ihrem neuen Stück vor ausverkauftem Saal. Wie die Premiere ankommt.

Herbstzeit ist Theaterzeit, und so lud das Ensemble der Theatergruppe Hainhofen mit einem neuen Stück wieder zu einem ländlich-deftigen Theaterabend ein. Dass Theater sie fasziniert und sie alle mit vollem Herzblut auf der Bühne stehen, das haben die Mitglieder der Laienschauspielgruppe bei der Premiere des bäuerlichen Schwanks „Almleben“ wieder aufs Beste bewiesen.

Dabei ist ein Theaterabend bei ihnen sichtlich ein Rundumpaket, zu dem sich die Fans und Interessierten in der Gaststube der ehemaligen Wirtschaft Zum Lamm treffen. Die Theaterleute wünschen sich, dass der Funke ihrer Theaterleidenschaft aufs Publikum überspringt und Rückmeldung der Zuschauer bei den Akteuren auf der Bühne ankommt, die sie zu weiteren Höhenflügen im Verlauf ihres Spiels animiert. Dann haben sie ihr Ziel erreicht, erklärte Spielleiter Thorsten Lechner schon im Vorfeld.

Wildes Treiben auf der Bühne beim Theater Hainhofen

Dies ist den Darstellern bei der Premiere gelungen. Man erlebte einen amüsanten Abend, und das teils wilde Treiben auf der Bühne ließ die Zuschauer für ein paar Stunden den Alltag vergessen. Was auf der Bühne erst einmal beschaulich beginnt mit mehr oder weniger liebevollem Geplänkel zwischen dem Bauern Sepp, bei dem seine Kühe stets an erster Stelle kommen, und seiner Resi, die seine Anspielungen gelassen nach langjähriger Ehe hinnimmt, das nimmt allerdings schnell Fahrt auf, und dann ist es vorbei mit der beschaulichen Ruhe auf der Alm. Plötzlich erscheinen überraschend ungewohnte „Gäste“ in Gestalt von Model Clarissa mit dem Hygienetick, einer Esoterikerin und zwei Bankräubern mit gut gefülltem Geldkoffer, die für ein großes Durcheinander sorgen und auch die beiden Schwestern Bärbel und Trudi tragen zur Verwirrung das Ihre bei. Urig war es auf alle Fälle, zum Lachen gab es durch Situationskomik, Wortverdrehungen und örtliche Bezüge genug, und auch der körperliche Einsatz der Akteure ließ beim Kampf mit der Mistgabel keine Wünsche offen.

Darauf dass alle ihre Rollen aktiv und auch mit eigenen Ideen ausfüllen konnten, hatte Lechner bereits im Vorfeld geachtet. Praktisch wusste er schon beim Lesen des Stückes welchen Part er an welches Mitglied vergeben würde. Von den Kulissen bis zum Schauspiel liegt stets alles in den Händen der Schauspieltruppe. „Ten-Men-Show“ nennt Lechner dieses gute Zusammenspiel. In diesem Jahr wurden sie unterstützt von Kunstmaler Herbert Duttler, der das Bühnenbild anfertigte. Eine weitere Besonderheit hatte die Theatergruppe MVG Hainhofen noch anzubieten: Der Männergesangsverein MGV Hainhofen, der dieses Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert, stimmte mit drei Liedern auf den Schwank ein. Immerhin ist die Theatergruppe ein Ableger des Männerchors Hainhofen, den eine Zuschauerin liebevoll „Boygroup“ nannte. „Theater, Theater“ sangen sie voller Inbrunst und schon ging der Vorhang auf.

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