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Veranstaltung

06.09.2019

Besucher dürfen auf den Kirchturm steigen

In der Pfarrkirche St. Stephan in Hainhofen erwartet den Besucher am Sonntag neben dem Gottesdienst eine Kirchenführung sowie eine Turmbegehung.
Bild: Helmut Weinl

Zwei Kirchen in Neusäß sind am Tag des Denkmals zu besichtigen. Warum sich das lohnt

Der Tag des offenen Denkmals findet bundesweit am Sonntag, 8. September, statt. In Neusäß können an diesem Tag zwei Kirchen besichtigt werden. Motto des Tages ist in diesem Jahr „Modern(e): Umbrüche in Kunst und Architektur“.

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Thomas Morus, Gregor-Mendel-Straße 1, Neusäß Vor 52 Jahren – am 30. April 1967 – fand der erste Gottesdienst der Pfarrei St. Thomas Morus in einer hölzernen Notkirche statt. Nur fünf Jahre später war das heute bekannte Kirchengebäude errichtet, und der erste Gottesdienst konnte am Palmsonntag des Jahres 1972 zelebriert werden. Jeder erkennt das Gebäude auf den ersten Blick als Kirche, obwohl seine Architektur sehr modern, sehr eigenwillig – sehr anders – ist. Der frei stehende Turm und das massive, gedrungene Hauptgebäude bilden eine architektonische Einheit mit dem weiteren Gebäudekomplex, bestehend aus Pfarrzentrum, Kindergarten und Pfarrhaus. Der Innenraum dagegen wirkt sehr klassisch. Einzig die fehlenden Kniebänke sind ein Alleinstellungsmerkmal. St. Thomas Morus wirkt ob seines modernen Designs zunächst fremd, aber doch irgendwie vertraut. Der Besucher wird auf eine Reise zwischen Tradition und Innovation geschickt, die das Erlebnis wert ist.

Gebaut wurde die Kirche vom Architekten Alexander von Branca, der heuer seinen 100. Geburtstag feiern würde.

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Das Programm für die katholische Kirche St. Thomas Morus in Alt-Neusäß läuft folgendermaßen ab: Um 14 Uhr ist Kirchenführung durch Mesner Siegfried Neuner, es schließen sich eine Führung durch die Sakristei, eine Außenbesichtigung und Turmführung für Besucher an.

Hainhofen, heute ein Ortsteil von Neusäß, findet 1276 erstmals urkundlich Erwähnung und beherbergt mit der Pfarrkirche St. Stephanus eine architektonische Zeitkapsel, die im Landkreis Augsburg ihresgleichen sucht. Im ausgehenden 14. Jahrhundert zunächst als Chorturmkirche erbaut, fanden sehr bald die ersten Um- und Ausbauten statt. Bereits um 1500 erfolgte eine Erhöhung, gefolgt von einer Umgestaltung im späten 16. Jahrhundert, über einen Neubau im Jahre 1718 bis hin zu einer Verlängerung des Kirchenschiffs 1910. Da sich insbesondere im Bereich des Turms noch Teile der frühesten Bauphasen erhalten haben, verbindet das Bauwerk die Architektur von vielen Jahrhunderten.

Die Baumaßnahmen waren begleitet von Umstrukturierungen des Innenraums. So finden sich neben Fresken aus dem 14. Jahrhundert Kunstwerke aus allen Epochen bis hin zu modernen Altarbildern aus dem Jahre 1959.

In der katholischen Pfarrkirche St. Stephan erwartet die Besucher um 9 Uhr ein Festgottesdienst. Um 10 Uhr beginnt die Kirchenführung mit Prof. Walter Pötzl. Um 13 Uhr schließt sich auch hier eine Turmführung mit Pfarrer Karl Freihalter an. Beendet wird der Tag um 15 Uhr mit einem Orgelkonzert. Das Instrument spielt Michael Wersin. (AL)

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