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Osterzeit

13.04.2017

Bewegende Szenen beim Kreuzweg der Jugend

In den Gemäuern des Roten Tores feierte Jesus beim Kreuzweg der Jugend mit seinen Jüngern das Letzte Abendmahl.
Bild: Rosmarie Gumpp

50 junge Gläubige spielen die Leiden Jesu. Wie die Akteure aus Weißensberg und Nordendorf zusammenfanden

Über 50 Darsteller versammelten sich vor dem Haus St. Ulrich in Augsburg zum ökumenischen Kreuzweg der Jugend durch Augsburg. Begrüßt wurden sie von Pfarrer Franz Walden. Von 2006 bis 2015 war der von Walden organisierte jährliche Kreuzweg der Jugend eine feste Größe in der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf.

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Im Jahre 2016 gab es eine Premiere, denn der Geistliche schaffte das Zusammenwirken der Akteure aus seiner jetzigen Pfarreiengemeinschaft Weißensberg und der Pfarreiengemeinschaft Nordendorf. So findet also seit zwei Jahren der Kreuzweg der Jugend sowohl in Lindau am Bodensee als auch in Augsburg statt. In diesem Jahr schrieb die Schülerin Christina Vögel aus Sigmarszell den Text und das Drehbuch, die Hauptverantwortung lag bei Franz Walden. Christina Vögel gab ihrem Kreuzweg den Titel „Es werde Licht!“.

Der diesjährige Kreuzweg der Jugend hinterließ beeindruckende Bilder vor einer wunderbaren Seekulisse am Bodensee. Aber auch in Augsburg entstanden Szenen aus dem Leben und Leiden Jesu Christi, die unter die Haut gingen. Die Darsteller – Kinder und Jugendliche – spielten ihren übernommenen Part mit professioneller Distanz, obwohl in Lindau und Augsburg nur jeweils eine Probe möglich war. Erwähnenswert sei hier beispielsweise das Letzte Abendmahl beim Roten Tor. Lobenswert auch der Sologesang von Veronika Sedlacek. Neugierig blieben Passanten stehen, manche schlossen sich auch spontan der Gruppe an. Eindringlich zeigten die Akteure, wie es um Jesus vor der Verhaftung immer einsamer wurde. Ort der Gerichtsverhandlung und der Verurteilung war der Garten des Hauses St. Ulrich.

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Immer wieder während des gesamten Kreuzweges wurden auch die Mitgehenden befragt, beispielsweise: „Was ist für Sie Wahrheit?“ Bewegend war eine Szene der Grablegung Jesu Christi, gespielt in einer Nische des Hauses St. Ulrich. Viele Menschen standen am „Grab“ mit einer brennenden Kerze.

Hervorragend verkörperte der elfjährige Benedikt Kappel zum zweiten Male die Rolle des Jesus, Daniel Häusler schlüpfte in die Rolle des Hohepriesters, Laurenz Sedlacek überzeugte als Verräter Judas Iskariot, Jonas Gollinger spielte den römischen Statthalter Pontius Pilatus, Julia Maschke trat als Pharisäerin auf, Christina Vögel übernahm den Part der Maria von Magdala, und Alexander Grotz schlüpfte in die Rolle des Erzählers. Auch alle anderen Darsteller überzeugten.

Die Chorbande aus Ehingen unter Martin Liepert war für die musikalische Gestaltung des Kreuzweges verantwortlich. Der evangelische Pfarrer Bernhard Offenberger spendete den Abschlusssegen. Als Veranstalter agierten die Katholische Dekanatsjugend aus Lindau sowie die Katholische Jugendstelle und die Evangelische Jugend aus Augsburg. Die Religionspädagogin Sabine Eltschkner stand Pfarrer Walden unterstützend zur Seite. (rogu)

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