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Kutzenhausen-Buch

25.02.2014

Biber hat Rothbrücke in Buch zerstört

„Das Brückenufer ist löchrig wie ein Schweizer Käse. Die Brücke kann so nicht erhalten werden.“Bürgermeisterin Silvia Kugelmann

Gemeinderat Das Bauwerk ist einsturzgefährdet und jetzt für den gesamten Verkehr gesperrt. Probleme gab es seit 2010

Kutzenhausen Bereits im Jahr 2010 wurden Schäden an der Rothbrücke im Kutzenhausener Ortsteil Buch festgestellt. Daraufhin wurde die Traglastkraft auf 3,5 Tonnen beschränkt. Doch nun hat der Biber ganze Arbeit geleistet: Er hat das Fundament derart untergraben, dass Einsturzgefahr für die Brücke besteht und nun für sämtlichen Verkehr und für Fußgänger gesperrt werden musste.

Schon 2010 wurden Schäden an der Brücke, die über den Rothgraben führt, festgestellt. „Doch eine Einigung über den Umfang der Sanierungsarbeiten konnte im Gemeinderat nicht erzielt werden“, wie Bürgermeisterin Silvia Kugelmann in der Sitzung deutlich machte. Zwar wurde dann eine Tonnagebeschränkung auf 3,5 Tonnen veranlasst, ansonsten aber wurde nichts gemacht.

Nun hat der Biber Tatsachen geschaffen. Den Brückenfuß hat das Tier mit einem verzweigten Tunnelsystem unterwandert, „das Bauwerk ist in seiner Standfestigkeit gefährdet und das Brückenufer ist löchrig wie ein Schweizer Käse“, so die Bürgermeisterin. Im Beisein eines Ingenieurs sei das Erdreich im Uferbereich aufgebaggert und der Zustand der Brücke beurteilt worden. Der Fachmann stellte fest, dass die Brücke in einem sehr maroden Zustand sei. Die Seitenteile sind großräumig verschoben. Durch die Unterspülung der Brückenfundamente bestehe zusätzlich Einsturzgefahr, erläuterte Kugelmann. „Die Brücke kann so nicht erhalten werden.“

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Aus Verkehrssicherheitsgründen wurde die Rothbrücke daraufhin für den gesamten Verkehr sowie für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Der Gemeinderat müsse nun entscheiden, wie es mit der Brücke weitergehen soll, so die Bürgermeisterin. Eine konventionelle Brücke koste etwa 80000 bis 100000 Euro, eine Brücke mit sogenannten Rahmenprofilen circa 40000 Euro. Und eine Furt, welche vermutlich nur die Landwirte nutzen könnten, wäre die günstigste Lösung.

Gemeinderat Sebastian Kriener (CSU/Unabhängige Bürger) schlug vor, normale Kanalrohre mit größerem Querschnitt einzubauen. Doch hier, erläuterte die Bürgermeisterin, reiche selbst ein großer Querschnitt nicht aus, außerdem könnte sich ein Rückstau auf die Oberliegergrundstücke ergeben.

Weil die Brücke hauptsächlich von Landwirten genutzt werde, könnten diese aber wegen des Biberschadens sogar Schadensersatzansprüche geltend machen. „Wichtig ist, dass wir eine günstige und zweckmäßige Lösung sowohl für die Landwirte als auch für die Fußgänger und Radfahrer finden“, meinte Bürgermeisterin Silvia Kugelmann.

Feuerwehrerholungsheim Sowohl der Kreistag als auch das Bayerische Innenministerium empfehlen, für alle Feuerwehrmänner, die 40 Jahre aktive Dienstzeit absolviert haben und denen dadurch ein Freiplatz im Feuerwehrerholungsheim zusteht, auch deren Partner/innen einen einwöchigen Aufenthalt zu ermöglichen. Die Kommunen müssten dafür allerdings einen Zuschuss von circa 250 Euro übernehmen. Der Gemeinderat sprach sich nach der Beratung einstimmig für diesen Zuschuss aus.

Vergünstigungen Der Kreisjugendring Augsburg Land bittet darum, allen Jugendlichen, die sich als Jugendleiter qualifiziert und die Jugendleitercard haben, Vergünstigungen in kommunalen Eigenbetrieben zu gewähren. Im Falle Kutzenhausen betrifft dies das Freibad; hier können Jugendliche zum Preis einer Kindereinzelkarte das Bad nutzen, so der Beschluss des Ratsgremiums.

Bestätigung Bestätigt hat der Rat die Wahl des Ersten Kommandanten der Freiwilligen Feuerwehr Maingründel, Klaus Steiger, der noch die Lehrgänge für Gruppenführer und Leiter einer Feuerwehr absolvieren muss. Auch seinen Stellvertreter Joachim Schalk hat das Gremium bestätigt.

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