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Gemeinderat

12.06.2019

Biberbach bekommt einen Treffpunkt für Senioren

In Biberbach sollen sich Senioren in einer kommunale Begegnungsstätte treffen können.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Lange stand sie auf dem Wunschzettel, jetzt soll die Begegnungsstätte gebaut werden. Über den Ort wurde lange diskutiert.

Eine Begegnungsstätte für Senioren steht schon lange auf dem Wunschzettel der Bürgergemeinschaft. Der Verein beschäftigt sich seit einigen Jahren mit der Arbeit für und mit Senioren im Ort. Den Antrag der Bürgergemeinschaft auf die Einrichtung geeigneter Räume über dem geplanten Dorfladen hatte der Gemeinderat aus Planungs- und Kostengründen abgelehnt. Grundsätzlich brauche man so eine Einrichtung aber schon, war die Erkenntnis im Rat. Nach einer Klausurtagung zum Thema Senioren wurde nun der Bau einer kommunalen Begegnungsstätte beschlossen.

200.000 Euro soll die Begegnungsstätte kosten

Ein ebenerdiger Bau in Holzständerbauweise soll gegenüber dem Haus der Vereine entstehen. Die Nachwuchsgruppe der Gartenfreunde wird dadurch aber nicht heimatlos. Die Gartenzwerge bekämen ihr Häuschen, nur etwas nach hinten versetzt, wieder aufgebaut, versicherte der Planer auf Nachfrage von Johann Ertl (SPD). Schon im November könnten die Räume zur Verfügung stehen, stellte Architekt Klaus Nebe dem Gemeinderat die Planung vor. Mit einem Außenmaß von 14 auf 9,5 Metern würden in dem neuen Gebäude ein großer Raum für Veranstaltungen, eine Küche und ein Büro entstehen.

Die Kosten von gut 200.000 Euro würden sich für die Gemeinde durch Fördergelder im Rahmen halten. Die Hälfte wäre als Projekt der Dorferneuerung förderfähig, weitere dreißig Prozent könnten durch das Förderprogramm „Innen statt Außen“ beantragt werden. „Wir haben mit dem Zuständigen des Amtes für Ländliche Entwicklung gesprochen, und es sieht gut aus für eine Zusage“, so Bürgermeister Wolfgang Jarasch. Allerdings müsse es schnell gehen, denn die Zuschüsse seien begehrt, und „wenn der Fördertopf leer ist, können wir uns das Vorhaben aus eigener Finanzkraft nicht leisten“.

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Über den Ort der Begegnungsstätte wurde lange diskutiert

Unverständnis über die Abweichung von den in der Klausur entwickelten Ideen äußerten Franz Bayer (CSU) und Friedrich Wiblishauser (BTL). Es sei in stundenlangen Diskussionen besprochen worden, den Bau an die Stelle des alten Rathauses neben dem Bauhof und Feuerwehrgebäude zu platzieren. Damit wäre endlich die Chance gegeben, in absehbarer Zeit 150 Quadratmeter leer stehender Fläche im Dachboden des Bauhofs durch eine Verbindung mit dem Neubau zu nutzen, so Bayer. Eine spätere Aufstockung des neuen Gebäudes sei dafür im Gespräch gewesen. Man habe ein ganzes Wochenende geredet, und nun werde völlig überraschend ein anderer Standort präsentiert. „Das ist mehr als unbefriedigend!“

Den vorgeschlagenen Standort sahen nicht alle Gemeinderäte negativ. Thomas Fischer (FW) gefiel die Lage, die etwas weiter abgerückt vom regen Verkehr rund um den Bauhof angenehmer für Besucher sei. Erhardt Merktle (FW) plädierte dafür, das Gebäude gleich mit einem Stockwerk mehr zu bauen. „Den Ausbau kann man ja später machen, aber damit würden wir hohe Folgekosten für eine künftige Erweiterung sparen.“

Das sei zwar grundsätzlich eine gute Idee, doch die Förderung dafür sei fraglich, so der Bürgermeister. Um Zuschüsse zu bekommen, müsse man den Bedarf gut begründen. „Und das können wir für doppelt so viel Raum nicht.“

„Nun haben wir schon mal die Chance, ein Projekt schnell umzusetzen, lasst uns das machen“, plädierte Thomas Fischer, dafür grünes Licht für den Bau zu geben. Die Mehrheit des Rates schloss sich seiner Meinung an.

Bau der Brücke über die Biber geht voran

Der Bau der Brücke über die Biber zwischen Feuerwehrplatz und Sebastian-Kneipp-Straße kommt voran. Die Fundamente härten gerade aus, nun sah sich der Gemeinderat mehrere Varianten von Eichenbohlen an, die als Belag verbaut werden sollen. Fein geriffelt oder mit Wellenprofil stand zur Auswahl.

Das Gremium entschied sich für die gröbere Variante, die den Pflegeaufwand reduzieren soll. Auf feinen Riffeln laufe es sich vielleicht noch etwas angenehmer, aber zu säubern sei dieses Profil schlecht, und es schmiere bei Matsch und Schnee schneller zu und werde rutschiger, so das Fazit.

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