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Biberbach

03.07.2018

Biberbach wird „Vital dahoim“

Bürgermeister Wolfgang Jarasch erhielt von AOK-Direktor Alfred Heigl (von links) die Urkunde zur Förderzusage. Jens Tietböhl, der Seniorenbeauftragte der Gemeinde Alois Pfaffenzeller und Christine Hagen waren beim Start dabei.
Bild: Sonja Diller

Förderung Gemeinde investiert 160000 Euro in Bürgergesundheit. Und das hat einen wichtigen Grund.

 

Biberbach 160000 Euro wird Biberbach in den nächsten drei Jahren rund um das Thema Bürgergesundheit investieren. 90 Prozent der Kosten übernimmt die AOK Bayern über das Programm „Gesunde Kommune“. Im Landkreis Augsburg ist Biberbach die erste Gemeinde, die im Rahmen des Programms gefördert wird. Das Pilotprojekt startet am 1. Juli.

Für ihre Investition erwartet sich die Krankenversicherung wertvolle Erkenntnisse und Daten, die für die Planung von Präventionsangeboten auch in weiteren Kommunen nutzbar sind, erklärte AOK-Direktor Alfred Heigl. Überzeugt habe Biberbach durch seine für ein Modellprojekt gut geeignete Größe, Lage und Struktur, aber auch durch seine aktive, offene Bürgerschaft.

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„Vital Dahoim - Gesunder Markt Biberbach“ ist das Motto, mit dem sich die Gemeinde um die Förderung beworben hat. Jens Tietböhl von der kommunalen Koordinationsstelle für soziale Tätigkeiten, Ehrenamt und freiwilliges Engagement stellte bei der Übergabe der Förderzusage im Rathaus den Ablauf vor. Eine starke Gemeinschaft, Natur und Kultur seien bereits die Stärken der Gemeinde, nun solle in Biberbach die Gesundheit einen noch wichtigeren Status bekommen. Viele Angebote rund um gesundes Leben, Sport und Bewegung gebe es bereits. In enger Zusammenarbeit mit den Bürgern, Organisationen und Vereinen soll nun herausgefunden werden, was noch fehlt und wie die Angebote die Bürger auch zuverlässig erreichen.

Schnellschüsse sollen vermieden werden

Am Anfang steht die Datensammlung und Konzeption. Schnellschüsse seien auch nicht das vorrangige Ziel, so Bürgermeister Wolfgang Jarasch. „Wir möchten am Ende ein umfassendes Konzept an der Hand haben, wie wir alle Bürger erreichen und in ihren Bemühungen gesund zu sein, oder wieder zu werden, unterstützen können.“ Auf dem richtigen Weg sei Biberbach ohnehin schon, ist Tietböhl überzeugt. Bei einer Umfrage bei den Kindern der Grundschule nannten sehr viele das Spielen in der Natur als schönste Freizeitbeschäftigung.

Die Biberbacher nutzen die Gesundheitsangebote der zahlreichen Vereine, Organisationen und der Volkshochschule intensiv. Doch Gesundheit beschränkt sich nicht nur auf körperliche Aktivität unterstrich Christine Hagen, die Chefin im Amt für Jugend und Familie im Landratsamt Augsburg. Die Psyche und das Umfeld spielen eine mindestens ebenso große Rolle. Am Anfang wird man die Bürger fragen, wie es ihnen geht, was sie bereits für ihre Gesundheit tun und welche Angebote sie sich wünschen. Eine wissenschaftliche Vollerhebung soll diese Daten liefern. In Bürger-Workshops werden die Biberbacher aufgefordert zu diskutieren und ihre Wünsche auf den Tisch zu legen. Für den schnellen Zugriff zu allen Informationen und als leicht zugängliche Kommunikationsplattform wird es eine eigene Homepage zum Programm geben. Um die Projektkoordination wird sich eine Fachkraft vor Ort kümmern. Bürger können sich als ehrenamtliche Gesundheitslotsen ausbilden lassen und ein lokales Netzwerk zum Informationsaustausch bilden.

Im September soll es losgehen. Wer eine Anregung hat, kann sich bei Tietböhl donnerstags von 13 bis 14.30 Uhr im Rathaus melden. Nachrichten können unter 08271/4281110 hinterlassen werden, oder per Mail an k-stelle-biberbach@augsburg-asb.de.

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