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Biburg

25.10.2018

Biburger warten weiter aufs Internet

Seit Monaten warten einige Biburger auf einen Internetanschluss. 
Bild: Ralf Hirschberger/dpa (Symbol)

Sogar Techniker stehen vor einen Rätsel. Ein Neubau bleibt offline.

Langsam resignieren die Bewohner des Neubaus in Biburg. „Es hat ja kein Ende“, sagt einer, der seit Mitte des Jahres auf einen Internetanschluss wartet. Schon im Dezember 2017 wurde der Anschluss des Neubaus bei der Telekom beantragt. Die Leitung war erst Ende September fertig verlegt. Und trotzdem haben die Biburger noch immer kein Internet. Vor wenigen Tagen hatte die Augsburger Allgemeine über den Fall berichtet. Seitdem hat sich zwar einiges getan. Doch funktionierende Leitungen haben die Bewohner des Biburger Neubaus immer noch nicht.

Mit der Meldung der Telekom, dass der Hausanschluss gebaut sei, wandten sich die meisten Bewohner des Hauses direkt an einen anderen Anbieter. Stefan Ahle entschied sich für M-net, da das Unternehmen ihm auch in Biburg eine gute Verbindung versprach. Allerdings ist auch M-net auf die Leitung der Telekom angewiesen. Bei dem Versuch, eine Internetverbindung über das neu verlegte Kabel herzustellen, wurde eine Störung festgestellt. „Der Router bekam kein Signal“, erklärt Ahle.

Zuerst vermuteten Telekom und M-net den Fehler in der hausinternen Verkabelung oder am Hausanschluss selbst. Mehrere Techniker haben mittlerweile aber bestätigt, dass die Haustechnik in Ordnung sei. Die Telekom sprach außerdem von einem Dokumentationsfehler von M-net, was das Unternehmen schnell widerlegen konnte. Der Fehler muss also an anderer Stelle liegen: vermutlich an der neu verlegten Hauptleitung der Telekom.

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Techniker finden keine Lösung

M-net hat mittlerweile eine Express-Entstörung bei der Deutschen Telekom beantragt. Ein erster Termin war schon Montag vor einer Woche angesetzt, brachte aber keine Ergebnisse. Jetzt soll die Internetverbindung etwa zehn Monate, nachdem der Anschluss beantragt worden ist, funktionieren. M-net hat den Bewohnern Ende Oktober als Anschlusstermin genannt. Gegenüber unserer Zeitung betont das Unternehmen: „Der Termin für die Schaltung steht in Kürze an.“ Ob dieser Termin eingehalten wird, hängt wieder an der Telekom.

Kurzzeitig dachte Stefan Ahle, dass sich das Problem mit der Verbindung doch schneller löst. Für vergangenen Freitag hatte sich ein Techniker angekündigt. Ahle wurde erklärt, dass das Kabel mittlerweile „provisorisch repariert“ worden sei. Ein Techniker sollte am vergangenen Freitag die Verbindung herstellen, dafür braucht er aber Zugang zum Hausanschluss. Ahle beschloss also, Urlaub zu nehmen, damit die Verbindung endliche eingerichtet werden kann. Die provisorische Reparatur war eine Falschmeldung, „die mich einen Urlaubstag gekostet hat“, sagt Ahle, der beruflich auf die funktionierende Leitung angewiesen ist. Auch am Mittwoch wollte M-net ihm wieder einen Techniker vorbeischicken, „da die Telekom meldet, dass sie keinen Fehler findet“. Der Biburger wollte aber nicht noch einmal Urlaub nehmen und hat den Termin verschoben. Den gesamten Vorgang bezeichnet er mittlerweile als „never ending story“. Ahle ist sich auch nicht mehr sicher, ob die Verbindung bis Ende des Monats steht: „Nach dem, was bisher alles passiert ist, ist es eher ein Hoffen, das es endlich funktioniert.“

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