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Kühlenthal/Heretsried

18.06.2019

Biker im Kostüm sammeln Spenden für die Krebshilfe

Markus Eber im grünen Kostüm und Nick Schuster im „Biker vs. Cancer“-Pulli sammeln spenden für Krebshilfe.

Zwei junge Männer aus dem Landkreis Augsburg haben die Aktion „Biker vs. Cancer“ in Augsburg organisiert. Es ist für sie mehr als nur eine Imagepflege.

Glücksbären, Einhörner, Pandas: Für den guten Zweck haben Motorradfahrer aus dem Landkreis ihre klassische Montur gegen farbenfrohe Kostüme eingetauscht. Anlass dafür war das Projekt „Biker vs. Cancer“ in Augsburg, organisiert von Markus Eber aus Kühlenthal und Nick Schuster aus Heretsried. Dabei handelt es sich um eine Spendenaktion gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Kinder-Krebshilfe.

„Wir wollten damit zeigen, dass Motorradfahrer nicht nur Krach, Lärm und Dreck verursachen“, sagt Nick Schuster über die Aktion. Der 19-Jährige hat auf der Internetplattform Instagram von diesem besonderen Aufruf von Motorrad-, Quad-, Roller- und Mofafahrern erfahren, der bereits zum zweiten Mal in 30 deutschen Städten stattfand. Ins Leben gerufen wurde „Biker vs. Cancer“ von Antonia Kreßner aus Friedrichshafen: Dabei geht es darum, die Menschen zur Spende für krebskranke Kinder aufzufordern.

Auch eine Tombola gehörte zum Programm

Die Organisation für Augsburg übernahmen Nick Schuster und Markus Eber gemeinsam mit zahlreichen anderen, leidenschaftlichen Motorradfahrern. Sie kontaktieren die Stadt und den Kulturpark West, um ihre Aktion auf dem Parkplatz des Reese-Theaters starten lassen zu können. Dort fanden sich etwa 60 Biker ein, die durch die Stadt und bis nach Gersthofen und Neusäß fuhren, um dort Flyer zum Spendenaufruf zu verteilen. Auch eine Tombola gehörte zum Programm, unter anderem unterstützt vom Elektrohandel Euronics und dem Kino in Meitingen.

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„Wir sind alle 400 Lose gegen eine freiwillige Spende losgeworden“, erzählt Markus Eber zufrieden. Schuster fügt hinzu: „Am Ende des Tages waren 760,16 Euro in unseren Spendenkassen.“ Dabei hätten neben den Zuschauern auch die Fahrer selbst gespendet. Die beiden Freunde hoffen auch, dass viele Menschen ihre Spende direkt an die Kinder-Krebshilfe überwiesen haben – dafür warben die vielen Flyer unter Angabe der Bankverbindung.

Motorradfahren mit etwas Gutem und Sinnvollem verbinden

Für die beiden Biker vom Land ist klar: Im nächsten Jahr möchten sie die Aktion „Biker vs. Cancer“ erneut nach Augsburg bringen. „Für das erste Mal lief es heuer schon gut, aber beim nächsten Mal möchten wir es noch besser machen“, so Schuster. Schön sei dabei, die „Gaudi am Motorradfahren“ mit etwas Gutem und Sinnvollem verbinden zu können.

Markus Eber kann dem nur zustimmen: Für ihn ist das Motorrad eine Leidenschaft. „Ursprünglich habe ich den Schein mit 17 Jahren nur gemacht, um von A nach B zu kommen“, so der 21-Jährige aus Kühlenthal. Heute bedeute ihm das Hobby Motorradfahren viel mehr. Sein Freund Nick Schuster grinst: „Wenn unser Spendenaufruf auch noch hilft, das Image der Biker aufzupolieren: umso besser.“

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