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Landkreis Augsburg

07.10.2019

Bittere Bilanz: Mehr Unfalltote im Augsburger Land

Die Zahl der Unfalltoten im Augsburger Land nimmt zu. 
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

2019 gab es bislang mehr Unfalltote zu beklagen als in den Jahren zuvor. Besonders oft waren Motorradfahrer unter den Opfern.

Es ist eine bittere Bilanz: Seit Januar kamen auf den Straßen im Augsburger Land insgesamt acht Menschen ums Leben – das sind so viele wie im gesamten Jahr 2017. Im Jahr darauf zählte die Polizei neun Verkehrstote. Auf was der Anstieg der Verkehrsopferzahlen zurückzuführen ist, lässt sich nicht sagen. „Man muss jeden Unfall einzeln untersuchen“, sagt ein Sprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord. Eine Bewertung sei jetzt noch nicht möglich. Auffällig ist aber, dass sich zuletzt mehrere Motorradfahrer unter den Opfer befanden. Der jüngste schwere Unfall liegt erst wenige Tage zurück.

Auf der Kreisstraße zwischen Baiershofen und Altenmünster kam vergangenen Donnerstag ein 25-jähriger Motorradfahrer ums Leben. Nach Auskunft der Polizei war der Mann in Richtung Altenmünster unterwegs. In einer Rechtskurve kam er nach links von der Straße ab. Dennoch behielt er die Kontrolle über seine Maschine und fuhr etwa 50 Meter neben der Straße entlang eines Erdwalls. Er versuchte, die Maschinen wieder zurück auf die Straße zu steuern und stieß im nächsten Sekundenbruchteil mit einem entgegenkommenden Auto zusammen. Dabei wurde der 25-Jährige so schwer verletzt, dass er noch an der Unfallstelle starb.

Häufiger tödliche Unfälle mit Motorrädern

Vom einem Auto erfasst wurde vor drei Wochen auch ein Biker, der an der Anschlussstelle Stettenhofen auf die B 2 wollte. Nach den ersten Erkenntnissen der Polizei verlor der 65-Jährige noch auf dem Beschleunigungsstreifen die Kontrolle über seine Maschine und stürzte. Der Mann schleuderte über die Fahrbahn bis auf die Überholspur. Auf der befand sich im selben Augenblick ein 21-jähriger Autofahrer – er konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen. Der Wagen erfasste den Motorradfahrer. Ein alarmierter Notarzt konnte nur noch den Tod des 65-Jährigen feststellen.

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Ein weiterer Motorradfahrer kam im August zwischen Biburg und Horgau von der Straße ab und stieß gegen einen Baum. Der 26-Jährige wurde in die Uniklinik Augsburg gebracht, wo er im Laufe der Nacht seinen schweren Verletzungen erlag.

Für die letzten Wochen der Motorradsaison hat Martin Schomanek von der Verkehrswacht Augsburg allgemeine Tipps:

  • Auch wenn es noch mal wärmer wird: Statt in Jeans und Hemd immer in einer Schutzausrüstung fahren.
  • Immer vorausschauend unterwegs sein. Denn: „Was nützt es, wenn ich im Straßenverkehr recht habe und dann tot bin“, fragt Schomanek.
  • Den Blick immer auf die Straße richten und niemals auf eine mögliche Gefahrenquelle. Als Faustregel, die bei allen Kursen der Verkehrswacht oder auch des ADAC vermittelt wird, gilt: Man fährt dahin, wohin man schaut.
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