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Konzert

01.12.2016

Blasmusik mit Paarcharakter

Die musikalisch dargebrachten Streiche der Lausbuben „Max und Moritz“ wurden mit den bekannten Bildern von Wilhelm Busch umrahmt.
Bild: Jutta Kaiser-Wiatrek

Der Musikverein Diedorf hat sich Zweierbeziehungen für sein Programm „Charaktissimo“ ausgesucht.

Eigentlich gehören Märsche ja zum Standardprogramm von Blasorchestern. Das Blasorchester Diedorf hat es in seinem Herbstkonzert aber eindrucksvoll geschafft, seine zahlreichen Zuhörer in der Aula des Schmuttertal-Gymnasiums einmal mit ganz anderen musikalischen Themen zu faszinieren. Es hatte sich Paare teils aus Fleisch und Blut, teils von Dichtern ersonnen, teils aus zusammengehörenden Elementen bestehend vorgenommen und diese „Charaktere“ musikalisch zum Leben erweckt.

Es gibt eben Dinge und Paare, die unweigerlich zusammengehören, wie Feuer und Eis oder Tag und Nacht. Mit „Fire and Ice“ von Otto M. Schwarz, einer Auftragskomposition für ein Symphonic-Rock-Projekt der Landesmusikschulen Imst und Pitztal, begann das Blasorchester fulminant seinen Konzertteil. Mit dem Werk für Blasorchester „Max & Moritz“, in welchen der Komponist Mario Bürki die Streiche der beiden weltbekannten Lausbuben vertonte, bereitete der Musikverein seinen Konzertbesuchern nicht nur mit der mitreißenden Musik großes Vergnügen, sondern bot ihnen auch ein überraschendes Wiedersehen mit den Bildern der altbekannten Figuren aus Wilhelm Buschs Kinderbuch.

Nicht nur die Liebhaber großer Ballettinszenierungen freuten sich, dass die Suite aus dem Ballett „Romeo und Julia“ von Sergej Prokoviev zur Aufführung kam. Mit dem sechs Sätze umfassenden Werk begeisterte und beeindruckte das Diedorfer Blasorchester unter der Leitung von Georg Miller mit der vertonten Geschichte des wohl berühmtesten Liebespaars aus Verona. Dies war gleichzeitig ein herzlicher Willkommensgruß an die Musiker der befreundeten Blaskapelle aus Verona, die an diesem Abend ebenfalls zu Gast waren.

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Mit dem Song „Night and Day“ brachten die Blasmusikanten einen Song von Cole Porter aus dem Musical „Gay Divorce“, also fröhliche Scheidung, zu Gehör. Mit der bekannten Filmmusik „The Laurel and Hardy Theme“ von Marvin Hatley endete der Abend mit vielen überraschenden Tönen, von denen man so manche gar nicht im Repertoire einer Blaskapelle vermuten würde. Das Arrangement stimmte durchaus fröhlich und animierte zum Mitwippen.

Etwas getragener stellte sich das Jugendorchester dem Publikum vor. Mit dem Stück „A Sign for Freedom“ begannen sie unter der Leitung von Markus Meyr-Lischka ihr Programm, gefolgt von dem –übrigens dem einzigen – würdevoll klingenden Marsch des Abends „Arsenal“ von Jan Van der Roost.

Mit dem Liebeslied „Lenas Song“ aus dem Soundtrack des Films „Wie im Himmel“ ist es den Jugendlichen gelungen, die lebensbejahende Botschaft einer beginnenden zarten Liebe einzufangen. Auch zum Schluss boten sie, und das war der besondere Wunsch der Kapelle, wieder ein sehr getragenes Stück mit dem traditionellen englischen Volkslied „Scarborough Fair“. Gerade der langsame Teil war aber wirklich großes Kino für die Ohren. (jkw)

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