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Gersthofen

11.04.2019

Brauerei Riegele schafft Platz für mehr Getränke

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So soll das Riegele-Logistikzentrum in Gersthofen einmal aussehen. Die Fertigstellung ist für 2020 geplant.
Bild: Josef Hebel GmbH&Co. Kg

Die Brauerei Riegele erweitert ihr Logistikzentrum im Westen von Gersthofen. Das ist die größte Investition der Firmengeschichte. Und auch an E-Lastwagen wird gedacht.

Als innovatives Familienunternehmen investiert Riegele in die Zukunft. Bereits vor 15 Jahren errichtete die Brauerei ein Logistikzentrum an der Otto-Hahn-Straße in Gersthofen. Schneller als erwartet, so Brauerei-Seniorchef Sebastian Priller, wird die Einrichtung bereits wieder beträchtlich wachsen.

Das Zentrum wird nun bis 2020 um circa 4200 Quadratmeter erweitert. „Mit rund acht Millionen Euro ist dies die größte Investition in der Geschichte der Brauerei und sichert auch ihre Zukunft und die unserer Mitarbeiter“, betonte Brauereichef Sebastian Priller-Riegele.

Riegel braut seit 1386

Aber schon die Entscheidung, das Logistikzentrum nach Gersthofen zu verlegen, sei goldrichtig gewesen. „Wir wurden von der Stadt Gersthofen, aber auch vom Landkreis gut aufgenommen.“ Das sei aber auch angemessen, bei einer Firma, die bereits seit 1386 Steuerzahler an ihrem Standort sei, meinte sein Vater augenzwinkernd.

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Die beiden Brauereichefs setzten gemeinsam mit Martin Sailer, Landrat des Landkreises Augsburg, Michael Wörle, Bürgermeister der Stadt Gersthofen sowie Vertretern der Bauämter und der zuständigen Baufirma Josef Hebel GmbH den ersten Spatenstich für das Großprojekt.

„Dieser Neubau ist für uns als Mittelständler eine große Herausforderung, aber auch ein wichtiger Schritt in die Zukunft“, so Brauereichef Sebastian Priller-Riegele. „Denn mit der Fertigstellung des Logistikzentrums können wir unseren Kunden als Getränkefachgroßhändler künftig bis zu 1500 Getränkeartikel anbieten und sichern damit Arbeitsplätze für die Region.“ Zudem ließen sich für die Kunden künftig Zeit und Kosten sparen.

Lagerfläche soll verdoppelt werden

Für den Bau des neuen Riegele Logistikzentrums wurden bereits rund 40.000 Kubikmeter Erde ausgehoben, die Lagerfläche soll mit zusätzlichen 4200 Quadratmetern mehr als verdoppelt werden. Außerdem stehen mit dem Abschluss des Neubaus dann insgesamt mehr als 6000 Quadratmeter überdachte Ladefläche zur Verfügung.

Und für die rund 60 Mitarbeiter, die im Brauerei-Logistikzentrum in Gersthofen tätig sind, entstehen neue Aufenthaltsräume und Büros. Die Anlage wird nach der Erweiterung inklusive Ladehof 130 x 40 Meter messen.

Zum Projekt gehören auch neue Schulungs- und Sanitärräume sowie eine Loggia. „Unser Motto ist ja ,Schönes Leben hier’, kommentierte dies Sebastian Priller.

Insgesamt beschäftigt die Familienbrauerei 130 Mitarbeiter, so Priller-Riegele weiter – „mit steigender Tendenz“. Der Einzug in die neue Halle ist im Oktober geplant, die gesamte Baumaßnahme wird sich aber noch bis 2020 erstrecken.

Planung und Bau des Erweiterungsbaus liegen bei der Firma Hebel Bau, die Architekten sind Saskia Schäfer und Helmuth Schuster.

Schon jetzt werden täglich 70 Lastwagen abgefertigt

Landrat Martin Sailer brachte zum ersten Spatenstich die taufrische Baugenehmigung für das Projekt mit. „Das Herz der Brauerei wird jetzt für die Kunden veredelt“, sagte er zu dem Umstand, dass nun die Produktpalette erweitert werden soll. Es handle sich hier um eine wichtige Investition auch für den Landkreis, so Sailer.

„Die Familienbrauerei hat in Gersthofen eine wichtige Funktion, ist vielfältige Partnerin für Vereine, bei der Kirchweih und tritt als Sponsor auf“, lobte Bürgermeister Michael Wörle. Unter den 2200 Unternehmen in Gersthofen gehöre Riegele durchaus zu den sichtbaren.

Bereits jetzt werden im Logistikzentrum der Brauerei täglich rund 70 Lastwagen abgefertigt. Zu Spitzenzeiten, beispielsweise im Sommer 2018, waren es schon bis zu 120 Lastwagen. Hier bauen die Planer schon für die Zukunft vor: Es gibt Ladestellen für Elektro-Lastwagen. Ein solches Fahrzeug ist bereits in Betrieb. Die Anlage wird aber so ausgelegt, dass die ganze Flotte auf E-Autos umgestellt und hier aufgetankt werden kann. „Dazu nützen wir unter anderem auch Photovoltaik“, so Sebastian Priller.

Die schweren Baugeräte rücken, wie es sich für eine Brauerei gehört, am 23. April, dem Tag des deutschen Bieres, an.

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