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Gersthofen

29.10.2015

Brennendes Hackschnitzelsilo verursacht Großeinsatz

Beim Brand eines Spänesilos ist ein Schaden von bis zu 150.000 Euro entstanden. Die Mitglieder Feuerwehr waren über einen Tag mit dem Löschen beschäftigt.
Bild: Andreas Lode

Rund 100 Helfer haben einen Brand im Gersthofer Industriegebiet gelöscht. Die Bahnstrecke war teilweise wegen Explosionsgefahr gesperrt.

Ein brennendes Hackschnitzelsilo im Gersthofer Industriegebiet hat einen Großeinsatz der Feuerwehren im Landkreis Augsburg verursacht. Wegen der Explosionsgefahr in dem Silo in der Messerschmittstraße war teilweise die Bahnstrecke gesperrt. Insgesamt waren rund 100 Helfer aus den Ortsvereinen Gersthofen, Batzenhofen, Hirblingen, Langweid und Neusäß im Einsatz. Zwei Feuerwehrleute wurden bei einer Staubexplosion leicht verletzt.

Der Besitzer des Unternehmens, zu dem das Silo gehört, hatte am Mittwochnachmittag gegen 14.30 Uhr einen rapiden Temperaturanstieg im Inneren der Anlage bemerkt. Kurz darauf stieg auch schon Rauch aus der Anlage auf. In dem Silo ist Platz für 50 Tonnen Hackschnitzel, zum Zeitpunkt des Brandes war es mit 40 Tonnen fast komplett befüllt. Diese waren aus bislang noch unbekannter Ursache in Brand geraten. Dass sich die Hackschnitzel selbst entzündet haben, scheidet nach Auskunft der Feuerwehr aus.

Die Löscharbeiten gestalteten sich schwierig und dauerten über einen Tag an: Zwar schafften es die Mitglieder der Feuerwehr, dass das Feuer nicht auf die anderen Gebäude übergriff. Die in Brand geratenen Holzstücke erschwerten den Helfern aber ihre Arbeit. Um etwa zwei Uhr nachts wurden bei einer Staubexplosion zwei Feuerwehrmitglieder leicht verletzt, sie konnten ambulant behandelt werden.

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Weil zwischenzeitlich sogar eine Explosionsgefahr bestand, entschieden die Retter in Absprache mit der Bahn, in der Nacht auf Donnerstag die Bahnstrecke zu sperren, die direkt neben dem Firmengelände verläuft. In dieser Zeit waren jedoch keine Züge auf den Gleisen unterwegs. Während der Sperrung wurde das Silo geöffnet um so an die Brandherde zu gelangen.

Noch am Abend waren die Mitglieder der Feuerwehr damit beschäftigt, den hartnäckigen Schwelbrand zu löschen. Unklar war laut Polizei auch, ob das Silo komplett abgerissen werden musste. Die 40 Tonnen Hackschnitzel werden nun von einer Spezialfirma gelagert, bis von ihnen keine Brandgefahr mehr ausgeht. Von einem Fremdverschulden geht die Polizei derzeit nicht aus. Der Sachschaden wird auf 100.000 bis 150.000 Euro geschätzt.

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