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Gersthofen

27.02.2018

Bringt eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 Vorteile?

Ob die Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 nach Gersthofen sinnvoll ist, sollte eine Machbarkeitsstudie klären.
Bild: Archivfoto:  Marcus Merk

  Aufschluss geben soll eine Machbarkeitstudie geben, die am Mittwochabend dem Gersthofer Stadtrat vorgestellt wird.

 

  Leichter von Gersthofen nach Augsburg kommen als heute: Kann eine Verlängerung der Straßenbahnlinie 4 über Augsburg-Nord hinaus den Nahverkehr verbessern? Am heutigen Mittwochabend ab 18 Uhr befasst sich im Großen Gersthofer Rathaussitzungssaal der Stadtrat erneut mit einer Studie. Sie untersuchte, ob die Verlängerung machbar und sinnvoll ist.

Gersthofen war‘s früher zu teuer

Die Idee einer Gersthofer Straßenbahn ist nicht neu, denn bereits im Jahr 1921 gab’s Verhandlungen mit der Stadt Augsburg, eine Linie bis nach Gersthofen zu führen. Diese scheiterten, weil Gersthofens Gemeinderäte es ablehnten, eine von Augsburg geforderte Garantiesumme für die Herstellung dieser Verbindung zu zahlen. Die Augsburger wiederum wollten keine gemeinsame Autobuslinie nach Gersthofen einrichten. Dies führte im Jahr 1926 zur Gründung des Gersthofer Verkehrsbetriebs, der bis zum Juni 2001 die Pendler direkt bis zum Augsburger Hauptbahnhof transportierte.

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Eine Straßenbahn nach Gersthofen lehnte im November 1987 der Werkausschuss der Stadt Gersthofen ab. Für dieses Projekt von der Stadtgrenze Augsburgs bis zum Gersthofer Kirchplatz wurden Kosten in Höhe von zwölf Millionen Mark errechnet. Nach Abzug von möglichen Zuschüssen hätte die Stadt Gersthofen noch 2,5 Millionen Mark aufbringen müssen.

Die Gründe für die strikte Ablehnung: Es wurde das Aus der städtischen Verkehrsbetriebe befürchtet. Auch ein Verlust von 60 bis 70 Arbeitsplätzen stand im Raum. Zudem waren im Jahr 1988 bereits Planungsaufträge für den Rückbau der „B 2“ alt erteilt – eine Straßenbahnlinie durch Gersthofen widersprach diesen Plänen.

Die Gersthofer müssen umsteigen

Im Jahr 2001 schließlich wurde die Buslinie zwischen beiden Städten Linie gekappt. Die Gersthofer müssen seither an der Haltestelle „Augsburg/Oberhausen Nord P+R“ in die Straßenbahnlinie 4 umsteigen. Weil sich im laufenden Betrieb längere Wartezeiten ergeben, gibt’s immer wieder Proteste der Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs.

Bei einer Podiumsdiskussion der Stadt Gersthofen in der vorigen Woche in der Stadthalle schlossen nun Fachleute nicht aus, dass eine Straßenbahn bis nach Gersthofen sinnvoll sein könne – in Verbindung mit anderen Verkehrsmitteln.

  Die Machbarkeitsstudie wird nun am  Mittwoch, 28. Februar, ab 18 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses Gersthofen vorgestellt.

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