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Bürgerversammlung

29.01.2020

Brummers Abschied vor Rekordkulisse

Nach 18 Jahren hört der Bürgermeister von Allmannshofen auf

Nach 18 Jahren im Amt leitete Bürgermeister Manfred Brummer seine letzte Bürgerversammlung in Allmannshofen. Zum Abschluss bescherten ihm die 172 anwesenden Bürgerinnen und Bürger nochmals eine Rekordkulisse. „So eine hohe Beteiligung ist vor allem dein Verdienst, Manfred“, sagte sein Stellvertreter Markus Stettberger, der auch der einzige Kandidat für die Nachfolge ist.

Brummer versicherte, „noch ist nicht Schluss“. Er werde bis zu seinem offiziellen Amtsaustritt am 30. April alle anstehenden Themen angehen. Dies seien vor allem die professionelle Vorbereitung und korrekte Durchführung der Kommunalwahlen am 15. März. In diesem Zuge nutzten die 16 Gemeinderatskandidaten der Wählervereinigung Allmannshofen, die Plattform Bürgerversammlung, um sich vorzustellen. Auch ihr Bürgermeisterkandidat Markus Stettberger präsentierte sich und seine Ziele.

Vor allem in Sachen Steuerkraft konnte Brummer von einer positiven Entwicklung der Gemeinde berichten. Diese habe sich in den vergangenen 18 Jahren um 475 Prozent gesteigert. „Bei der Einkommensteuer standen wir innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft Nordendorf und im Landkreis lange an letzter Stelle, hier haben wir uns durch den Zuzug vieler junger Familien deutlich verbessert“, erklärte das Gemeindeoberhaupt.

Brummers Abschied vor Rekordkulisse

Sicherlich das größte Projekt in der Amtszeit Brummers war der Bau der Kirchberghalle. Zweiter Bürgermeister Markus Stettberger gab einen Überblick über die aktuellen Belegungszahlen. Die Einnahmen haben sich nach dem Rekordjahr von 2018 (11782 Euro) auf rund 9500 Euro eingependelt. „Besonders erfreulich ist, dass sich die Belegung für Veranstaltungen aus dem Dorf heraus häuft“, so Stettberger.

In der Kirchberghalle ist auch die Kindertagesstätte beheimatet. Zum 1. September 2019 endete die Trägerschaft des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) hierfür. Seitdem liegt alles in Händen der Gemeinde. Innerhalb von zwei Monaten Bauzeit wurden außerdem am ehemaligen Bankschalter zehn zusätzliche Krippenplätze geschaffen. Aktuell besuchen 45 Kinder den Kindergarten beziehungsweise die Kinderkrippe in Allmannshofen. Deshalb hat die Gemeinde auch zusätzliches Personal eingestellt. Wie es weitergeht, steht allerdings in den Sternen, denn die Betriebserlaubnis der Gemeinde ist auf drei Jahre befristet.

Ein weiteres großes Bauprojekt konnte die Gemeinde im vergangenen Jahr fertigstellen. Die Bauarbeiten am Bauhof nördlich der Kläranlage sind erfolgreich abgeschlossen. „Vom baulichen Ablauf gesehen eine absolute Musterbaustelle“, freute sich Brummer und lud alle Interessierten am 22. März zu einem Tag der offenen Tür ein. Auch die Straßenbauarbeiten an der Schmutter sind nun abgeschlossen. Allerdings konnten 2019 nicht alle geplanten Projekte umgesetzt werden. So wurde die Ausschreibung eines durchgängigen Gehwegs in der Klosterstraße im Ortsteil Holzen zurückgezogen. „Die Angebote waren schlichtweg zu teuer“, erklärte Brummer. Auch der Gasanschluss für Anlieger entlang der Hauptstraße unterhalb der Kirchberghalle konnte nicht realisiert werden. „Die erforderlichen Anschlusszahlen wurden nicht erreicht“, so Brummer. Derzeit laufen für die Baugebiete Bergmahd I+II Umfragen in dieser Richtung. Nach rund zweieinhalb Stunden schloss Brummer seine letzte Bürgerversammlung mit den Worten: „Danke, es war mir eine große Ehre.“

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