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Landkreis Augsburg

12.10.2017

Buchhändler geben Lesetipps

Vera Günther von der Buchhandlung Gersthofen empfiehlt „Acht Berge“ von Paolo Cognetti.
Bild: Marcus Merk

Bei der Frankfurter Buchmesse werden wieder jede Menge Werke präsentiert. Welche Romane, Sach- und Kinderbücher Buchhändler aus dem Landkreis empfehlen.

Die Frankfurter Buchmesse hat begonnen. Jede Menge Neuerscheinungen werden dort vorgestellt. Damit sich Leser im Dschungel der Angebote besser zurechtfinden, haben wir Buchhändler nach ihren Tipps gefragt.

Romane

Vera Günther von der Buchhandlung in der Bahnhofstraße Gersthofen empfiehlt „Acht Berge“ von Paolo Cognetti. „Das ist ein wunderbares Buch über eine Männerfreundschaft“, erklärt sie. Die Geschichte über einen Schweizer Bergbauernbub, der sein ganzes Leben in seinem Geburtsort verbringt und einen Italiener, der die Welt bereist, sei „sprachlich sehr schön geschrieben“, sagt Günther.

Ein „Zeitpanorama“ aus Italien empfiehlt Elke Eser in Meitingen. „Die Geschichte der getrennten Wege“, der dritte Band einer Familiensaga von Elena Ferrante, warte mit tollen Figuren und einem spannenden Plot auf. Ein anderes Familienepos hat Berta Hochmuth von Mein Buchladen in Zusmarshausen überzeugt. „Möge die Stunde kommen“, ist der sechste Band der Clifton-Saga von Jeffrey Archer.

„Underground Railroad“ von Colson Whitehead hat Max Fischer von der Buchhandlung Max in Neusäß beeindruckt. Das Sklavendrama sei für jeden interessant, der mehr über eines der dunkelsten Kapitel der amerikanischen Geschichte erfahren will. Einen düsteren, historischen Bezug hat auch „Honigtot“ von Hanni Münzer. „Der Roman „ist zwar keine Neuerscheinung, aber er liegt mir noch immer am Herzen“, betont Marion Halamay von der Buchhandlung Lesehexe in Fischach. Der Roman über Familie, Freundschaft und Widerstand in der Nazizeit „bleibe im Gedächtnis“.

Sabine Schwemmer von der Buchecke Diedorf mag Krimis besonders gerne. Deshalb empfiehlt sie den neuen Roman von Jo Nesbø. „Durst“ sei spannend wie immer. Für alle, die mit Kriminalfällen nichts anfangen können hat Ute Math vom Bücherwurm in Adelsried einen Tipp: Der Roman „Der verbotene Liebesbrief“ von Lucinda Riley sei ein Mix aus Liebe, Spannung und einem Geheimnis.

Sachbücher

Die Gersthofer Buchhändlerin Günther greift zu der Biografie „Die Geschichte der Manns“. Aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet das Buch die Familie von Thomas Mann und ihren Kampf gegen den Nationalsozialismus. Auch Elke Eser entscheidet sich für historischen Stoff. In „Wut ist ein Geschenk“ schreibt Arun Gandhi Erinnerungen an seinen Großvater Mahatma Gandhi auf. Dieses Buch sei in der heutigen Zeit wichtig, „da wir uns nicht genug mit Frieden beschäftigen können“, betont die Buchhändlerin. Ähnlich sieht es Sabine Schwemmer aus Diedorf. Für sie sei das Buch eine willkommene Abwechslung in Zeiten mit Sachbüchern über Trump und Extremismus.

Besonders gut gefallen hat Max Fischer „Good Night Stories for Rebel Girls.“ Bei dem Sachbuch, das sich auch an Jugendliche richte und toll gestaltet sei, stimme das Gesamtkonzept. Das Gemeinschaftsprojekt von Elena Favilli und Francesca Cavallo stellt 100 beeindruckende Frauen der Weltgeschichte vor. Marion Halamay gefällt „Penguin Bloom - Der kleine Vogel der unsere Familie rettete“- Eine anrührende Geschichte über eine Familie, die nach einem Unfall ihren Lebensmut wiederfinden muss. Ein Sachbuch, das vielleicht wirklich eine Hilfe im Alltag sein kann, hat Ute Math auf Lager. „Das Kleiderschrank-Projekt“ von Annuschka Rees „für alle Frauen, die den Gedanken ‚Ich habe nichts anzuziehen’ nur zu gut kennen“.

Für Berta Hochmuth steht die Autobiografie der Tatort-Schauspielerin Adele Neuhauser an erster Stelle. Die Frau hätte ein sehr bewegtes Leben gehabt und ein interessantes Buch geschrieben.

Kinder- und Jugendbücher

Einen Kinderbuchtipp abzugeben fällt Vera Günther leicht: Sie greift zu „Rico, Oscar und das Vomhimmelhoch“ von Andreas Steinhöfel. Der Autor schaffe eine „tolle Verbindung zwischen Spannung, Nähe am Kind und Witz“. Das Buch eigne sich gut als Weihnachtsgeschenk, sagt sie. Dafür eignen sich sicherlich auch „Die Abenteuer des Apollo“ von Rick Riordan. Gerade ist der erste Band „Das verborgene Orakel“ der neuen Reihe erschienen.

Eine Familiengeschichte steht für Max Fischer an erster Stelle. „Café Morelli“ von G.R. Gemin erzählt die Geschichte des junge Joe, der fest entschlossen ist, das Café seines Großvaters zu retten und sich so auf seine italienischen Wurzeln besinnt. „Dieses Jugendbuch ist einfach etwas anderes“, findet Fischer.

Marion Halamay und Berta Hochmuth sind überzeugt von „Die kleine Hexe - Ausflug mit Abraxas“. Das Bilderbuch geht auf den Klassiker von Ottfried Preußler zurück. Die Geschichte stammt von seiner Tochter. Sie sei gutgeschrieben und die Illustrationen „wunderschön“, sagt Halamay. Auch Sabine Schwemmer von der Buchecke empfiehlt ein Bilderbuch. In „The Ugly Five“ feiert Julia Donaldson die ungeliebten Tiere der afrikanischen Savanne. „Als Südafrikafan liegt mir dieses Buch ganz besonders“, sagt die Buchhändlerin. Ein weiterer Tipp: „Guten Morgen, kleine Straßenbahn!“ von Julie Völk komme ohne Text aus und sei wundervoll gezeichnet“, so Ute Math.

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