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Gemeinderat

21.11.2013

Bürger sind im Schwung und sollen es bleiben

Der Gemeinderat von Gessertshausen will das Engagement der Bürger für die Pläne zur Weiterentwicklung der Gemeinde weiterhin nutzen.

Gessertshauser wollen das Projekt Gemeindeentwicklung vorantreiben. 75 Ideen aus den Arbeitskreisen liegen bereits vor

Gessertshausen Das Projekt Gemeindeentwicklung soll über die Amtsperiode des jetzigen Gessertshauser Gemeinderates hinaus weiterverfolgt werden. Den Schlussbericht legte das Planungsbüro Wilhelm Daurer dem Gemeinderat vor wenigen Wochen vor (wir berichteten). Auch die Arbeitskreise sollen sich weiterhin engagieren. Darüber waren sich die Räte in der jüngsten Sitzung einig. Wie es allerdings im Einzelnen weitergehen soll, darüber gab es unterschiedliche Ansatzpunkte.

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Luitgard Fendt, die Sprecherin des Arbeitskreises Öffentlichkeit, Information, Kommunikation (AK ÖIK), hatte zusammen mit Mitgliedern ein Papier ausgearbeitet, das die künftige Arbeit des bürgerlichen Engagements der Arbeitskreise definieren soll. Es sei das Anliegen des AK ÖIK, von der bisher betreuten Arbeit durch das Planungsbüro in eine eigenständige Arbeit mit klaren Vorgaben und kompetenten Ansprechpartnern überzuleiten. Der Arbeitskreis sei weiterhin bereit, die Organisation von Gemeindeveranstaltungen, die inhaltliche Gestaltung und die Medienarbeit zu übernehmen. Zudem wollen die Mitglieder Infos im Amtsblatt präsentieren und Ansprechpartner für die Gemeinde sowie Multiplikatoren für alle Arbeitskreise sein.

Voraussetzung sei jedoch ein eigenverantwortlicher Etat von etwa 3700 Euro pro Jahr, so Luitgard Fendt weiter. Damit sollten dann Ausgaben für Flyer (1000 Euro), Kosten für Material, Referenten und Ähnliches bei Veranstaltungen (1200 Euro) und etwa 1500 Euro für Fortbildungen der Arbeitskreise bestritten werden. Weitere Gelder sollten bei Bedarf in Absprache mit der Bürgermeisterin und dem Gemeinderat geklärt werden. Natürlich werde ein sparsamer Umgang mit dem Etat zugesichert.

Bürger sind im Schwung und sollen es bleiben

Arbeitskreis braucht Ansprechpartner

Geklärt werden müsse auch, wer als Ansprechpartner im Rathaus und der Verwaltung für Projekt- und Gemeindeinformationen und wer als Ansprechperson im Gemeinderat oder in den Ausschüssen je nach Thema zuständig sei. Dann könne ein Maßnahmenkatalog erarbeitet werden, so Fendt weiter.

Zweiter Bürgermeister Otto Hochmuth meinte dazu, dass im kommunalen Haushalt derzeit kein Euro für solche Dinge bereitstehe, es gehe schließlich um kostenintensive Ideen. Außerdem seien alle Ausschüsse nicht öffentlich, man sollte diese Entscheidung dem neuen Gemeinderat überlassen und die Zeit bis dahin zur Ideensammlung nutzen. Als Informanten für den AK ÖIK müssten mehrere Fachkräfte innerhalb der Verwaltung gefunden werden, gab Hochmuth zu bedenken.

Die Mehrzahl der Räte war jedoch der Ansicht, dass man das Engagement der Bürger nicht ungenutzt lassen sollte. Der Schwung der vergangenen Monate sollte unbedingt erhalten werden, und auch die Gemeinde müsse bei dem Thema am Ball bleiben.

Bürgermeisterin Claudia Schuster schlug deshalb vor, die Ideen aus dem Gemeindeentwicklungsprojekt den Bürgern zu vermitteln; manche der 75 Ideen seien rasch und ohne große Kosten umzusetzen. Ein Gemeinderat habe eine ganz andere Sicht auf die Dinge wie die Bürger. „Der AK ÖIK muss das Thema am Köcheln halten und die Inhalte den Bürgern vermitteln“, sagte Schuster.

Der Neujahrsempfang wäre deshalb eine gute Gelegenheit, den Bürgern verschiedene Maßnahmen vorzustellen. Und im Rathaus werde der AK ÖIK immer einen Ansprechpartner finden, versprach die Bürgermeisterin.

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