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Mobilität

26.10.2018

Bürgerbefragung zur Zukunft des Verkehrs

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Der Landkreis Augsburg erarbeitet ein Konzept, was sich in den nächsten Jahren auf den Straßen ändern muss

Höhere Ticketpreise im öffentlichen Nahverkehr, immer längere Autoschlangen zu den Stoßzeiten, zu wenig Radwege an stark befahrenen Straßen. Derzeit sind im Augsburger Land rund 223000 Fahrzeuge angemeldet, allein 152000 davon sind Autos – und es werden immer mehr. Der Landkreis muss sich in den nächsten Jahren einigen Herausforderungen rund um das Thema Mobilität stellen. Deshalb will er ein Konzept erstellen als Strategie für die Verkehrsplanung, die auf die Entwicklung der Zukunft eingehen soll.

Den ersten Schritt zu diesem Konzept beschloss der Kreisumwelt- und Energieausschuss in der vergangenen Sitzung. Mithilfe eines Bürgerworkshops sollen die relevanten Akteure befragt und alle Probleme und Wünsche zum Thema Mobilität gesammelt werden. Der Landkreis wird aus allen Landkreisstädten und -gemeinden alle Kreisräte, Bürgermeister und Bürger zu dieser Veranstaltung einladen, um die Beteiligten zu hören, die sich am besten mit der Verkehrssituation vor Ort auskennen. Dieser Punkt war Kreisrat Markus Brem (Freie Wähler) wichtig: „Wir sollten wissen, was die einzelnen Kommunen in den nächsten Jahren für ihre Verkehrssituation geplant haben. Vielleicht liegen ihnen ja schon Analysen vor, die wir nutzen können.“ Sind alle Informationen gesammelt und ausgewertet, werden sie an ein Planungsbüro weitergeleitet, das im nächsten Schritt das Konzept erstellen wird.

Landrat Martin Sailer unterstützte die Idee: „Nur wenn wir alle Beteiligten zusammenbringen, können wir eine Basis schaffen, auf der wir das Konzept errichten können.“ Das sah die Mehrheit der Kreisräte ähnlich, einige von ihnen ergänzten eigene Ideen, was das Konzept alles beinhalten soll. Matthias Neff (CSU) zum Beispiel betonte, dass der Landkreis sich nicht nur auf den Privatverkehr konzentrieren soll, sondern auch den betrieblichen und den Lieferverkehr für die Verkehrsplanungen der nächsten Jahre miteinbeziehen.

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Anschließend sagte Annette Luckner (SPD): „Ich habe die Sorge, dass unsere Bemühungen als Landkreis nichts bringen, wenn die Stadt und der Landkreis Aichach-Friedberg nicht mitziehen. Für den Großraum Augsburg müssen wir schließlich alle zusammenarbeiten.“ Zum Abschluss forderte Gabriele Olbrich-Krakowitzer (ÖDP), im gesamten Kreistag noch mal über die Tariferhöhungen zu diskutieren: „Ich finde es nämlich scheinheilig, dass immer mehr Leute mit dem ÖPNV fahren sollen, gleichzeitig die Tarife dauernd erhöht werden.“

Neben öffentlichem Nahverkehr war auch das Thema Radfahren ein Punkt im Umwelt- und Energieausschuss. Die Radverkehrsbeauftragte des Kreises, Mareike Hartung, verkündete in der Sitzung: „Bis Herbst 2019 wird das Radverkehrskonzept für den Landkreis Augsburg fertig sein.“ Dann wird die Strategie für den Landkreis feststehen, was alles getan wird, um Fahrradfahren zu fördern und sicherer zu machen.

Bis dahin organisiert Radverkehrsbeauftragte Hartung zahlreiche Projekte für Radler. Zum Beispiel die Aktion Licht-Check Ende Oktober. „Wir als Landkreis bieten zusammen mit einigen Fahrradhändlern an, dass Bürger Lichtanlagen und Reflektoren an ihren Rädern kostenlos überprüfen lassen können.“ Denn Radler, die ohne Lampen durch die Dunkelheit fahren, seien nicht nur eine Gefahr für sich selbst, sondern machten es auch für andere Verkehrsteilnehmer gefährlich.

Im Landkreis Augsburg machen folgende Händler bei der Aktion Licht-Check mit: Radsportstudio Meitingen, E-Bike-Center Augsburg in Neusäß, Radmarkt Reim in Bobingen und Radl-Eck Elias in Königsbrunn. (mahei)

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