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Neusäß

08.10.2019

Bürgermeisterwahl in Neusäß: CSU steht hundertprozentig hinter Greiner

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Gemeinsame Freude unter Parteikollegen: Landrat Martin Sailer (links) gratulierte Richard Greiner zur erneuten Nominierung.
Bild: Markus Holzmann

Der Neusässer Bürgermeister wird von seiner Partei einstimmig für die Wahlen im nächsten Jahr nominiert. Diese Themen möchte der 47-Jährige anpacken.

Der Ortsvorsitzende der CSU Neusäß, Jörg Roehring, bezeichnet Richard Greiner als einen „Marathonläufer“ in der Politik. Geht es nach dem Wunsch seiner Partei, kann der Bürgermeister seinen Lauf als Chef des Rathauses und in der Stadt fortsetzen. Der 47-Jährige wurde von den Delegierten einstimmig als Kandidat für die Kommunalwahlen im März 2020 nominiert.

Es wäre Greiners zweite Amtsperiode

Es wäre die zweite Amtsperiode für den ehemaligen Gymnasiallehrer. Im Herbst 2013 hatte er zwar schon einmal einen Vorgeschmack auf diese Aufgabe bekommen. Er war vom zweiten Bürgermeister zum ersten aufgerückt, weil Hansjörg Durz in den Bundestag gewählt worden war. Ein halbes Jahr später bekam Greiner bei den Kommunalwahlen 60,8 Prozent der Stimmen und musste so nicht in die Stichwahl. Von dem guten Ergebnis im ersten Anlauf zeigte selbst er sich damals überrascht. Gegenkandidaten waren Andreas Strobel von den Freien Wählern (25,2 Prozent) und Ursula Schwinge-Haines von den Grünen (14,0 Prozent) gewesen. Mit wem er nächstes Jahr um das Amt konkurrieren wird, ist noch nicht bekannt.

Die CSU Neusäß, die rund 300 Mitglieder zählt, hat als erste Partei in Neusäß den Kandidaten nominiert. Und das tat sie am Montagabend in der Stadthalle in großer Geschlossenheit. 52 Delegierte vertraten die sechs CSU-Ortsverbände des Stadtgebiets. Landrat Martin Sailer, der in Westheim wohnt, übernahm die Rolle des Wahlleiters und freute sich vor allem darüber, den ehemaligen Bürgermeister Manfred Nozar in den Reihen zu entdecken. „Das ist ein besonderes Zeichen der Verbundenheit,“ sagte er und erntete dafür herzlichen Applaus. Der Landrat lobte „das gute Miteinander“ von Stadt und Landkreis vor allem bei den Schulen und beim ersehnten Ausbau der Bahnstrecke von Augsburg nach Ulm. „Da müssen wir weiter Druck machen,“ so Sailer. Es werde kein einfacher Wahlkampf werden, sagte Sailer seinen Parteikollegen voraus. Die CSU dürfe die Auseinandersetzung mit der AfD nicht scheuen: „Da müssen wir wachsam sein.“

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Die Neusässer müssen von der Uniklinik profitieren

Bürgermeister Richard Greiner blickte auf die vergangenen Jahre zurück und nannte Ziele, die er im Falle der Wiederwahl verfolgen würde. Thema Nummer eins seien die Chancen der Uniklinik, die in unmittelbarer Nachbarschaft entsteht. „Da dürfen wir nicht zuschauen, sondern müssen bei der Entwicklung dabei sein,“ betonte er seine Haltung. Die Neusässer würden auf vielerlei Weise profitieren: Arbeitsplätze, Aufträge für die Bauwirtschaft und den Zugang zur Spitzenmedizin seien Beispiele dafür. Greiner warnte dafür, hier „zögernd und zaudernd“ zu reagieren. Er sei dafür, diese Chance aktiv mitzugestalten. So habe Neusäß sich für zusätzliche Parkplätze auf dem Campus, einen Grüngürtel als Pufferzone und eine möglichst geringe Verkehrsbelastung von Westheim und Steppach eingesetzt.

Neuer Wohnraum bleibt für Neusäß wichtiges Thema

Ein weiteres wichtiges Thema sei das Wohnen. Greiner nannte den Beethovenpark als „bestes Beispiel“, wie neuer Wohnraum geschaffen werden sollte. Eine Industriebrache mit Altlasten sei zu einem Wohnviertel aufgewertet worden. Nachdem dort und auf dem Schusterareal Wohnungen geschaffen werden, sei Zeit für einen nächsten Schritt, so der Bürgermeister. Jetzt müsse an Platz für kleine Einfamilienhäuser oder Doppelhäuser gedacht werden. Im Bereich Wohnen gibt es nach Überzeugung des 47-Jährigen noch eine Herausforderung. Da die Zahl der Senioren immer weiter steigen wird, müsse über neue Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser und mehr Pflegeplätze nachgedacht werden. „Da müssen wir noch mehr tun,“ ist der Bürgermeister überzeugt.

Nachdem die 52 Delegierten gewählt hatten, wurden 52 Ja-Stimmen gezählt. Greiner enthielt sich nicht, sondern wählte sich auch selbst. Die CSU-Fraktionsvorsitzende Karin Zimmermann freute sich über das eindeutige Votum. Sie hatte Greiner als einzigen Kandidaten vorgeschlagen. Ihrer Meinung nach ist seine Stärke, in Sitzungen den Konsens zu suchen und auch bei schwierigen Themen andere zu überzeugen.

Lesen Sie hierzu auch den Kommentar: Die Unsicherheit ist groß

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