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Langweid

15.11.2018

Bund zahlt mehr für Langweids Bahnsteige

Von Barrierefreiheit noch weit entfernt ist im Moment der Langweider Bahnhof. 
Bild: Marcus Merk

Barrierefreiheit wird zu 100 Prozent finanziert. Trotzdem fallen noch drei Millionen Euro für Langweid an.

Rund um den Bahnhof Verbesserungen schaffen will die Gemeinde Langweid Hervorragende Nachrichten für Langweid. Unter anderem soll die viel zu schmale und dunkle, nur über steile Treppen erreichbare Unterführung zwischen den Gleisen am Bahnhof erneuert und barrierefrei werden. Nun kommt aus Berlin eine gute Nachricht. Weil auch die Bahnsteige erhöht werden und damit ein barrierefreier Einstieg in den Zug gewährleistet werden soll, übernimmt der Bund die Kosten für diesen Bauabschnitt zu 100 Prozent.

„In seiner Bereinigungssitzung zum Bundeshaushalt 2019 hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages den Weg für die bauliche Umsetzung der Barrierefreiheit des Bahnhofes in Langweid frei gemacht“, meldet der CSU-Bundestagsabgeordnete Hansjörg Durz.

Barrierefreiheit wird zu 100 Prozent aus dem Bundeshaushalt finanziert

Bisher waren die Mittel für die Planung des Projektes, jedoch nicht für die bauliche Umsetzung, im Bundeshaushalt enthalten. „Das wurde jetzt mit dem Beschluss des Haushaltsausschusses geändert. Dadurch ermöglichen wir, dass die Barrierefreiheit am Bahnhof Langweid zu 100 Prozent aus dem Bundeshaushalt finanziert werden kann.“ Das stellt eine Ausnahme dar, betont der CSU Abgeordnete.

Konkret können nun die Modernisierung des Bahnsteigs, der Bau einer Rampe und weitere Detailmaßnahmen als Elemente der Barrierefreiheit in Langweid umgesetzt werden. Bis 2020 werden dann voraussichtlich alle Planungen abgeschlossen sein. Mit welchen Kosten der Bund dabei rechnet, soll nicht genannt werden, weil dies das Ergebnis der Ausschreibungen der Arbeiten beeinflussen könnte, heißt es aus dem Abgeordnetenbüro von Hansjörg Durz.

Nicht betroffen davon sind allerdings die von der Gemeinde Langweid geplanten Umbauarbeiten. Diese will laut Bürgermeister Jürgen Gilg die „historische Chance“ nutzen, rund um den Bahnhof Verbesserungen zu schaffen.

Bahnüberführung bekommt  einen separaten Fuß- und Radweg

Der Neubau der Bahnüberführung an der Schmuttertalstraße wird auf Wunsch der Langweider breiter und mit einem separaten Fuß- und Radweg ausgestattet. Gleichzeitig kann die viel zu schmale und dunkle, nur über steile Treppen erreichbare Unterführung zwischen den Gleisen am Bahnhof erneuert und barrierefrei werden. Insgesamt kosten die beiden Maßnahmen rund zehn Millionen Euro. Drei Millionen sind der Gemeindeanteil. Der jetzt in Berlin beschlossene Zuschuss von 100 Prozent betrifft die Angleichung der Bahnsteige durch die Bahn – von derzeit rund 38 auf 70 Zentimeter. „Diese schließt sich an die von der Gemeinde geplante barrierefreie Rampe unmittelbar an“, so Durz. Damit wären die Züge vom Bahnsteig her barrierefrei zu besteigen.

Der Anteil der Gemeinde an den Kosten für den Umbau der Bahnunterführung zwischen den Gleisen und die Bahnunterführung an der Schmuttertalstraße ist damit nicht betroffen, betonte Bürgermeister Jürgen Gilg auf Anfrage. Er liegt weiterhin bei drei Millionen. „Die Gemeinde Langweid wäre natürlich hocherfreut, wenn sich die Sachlage in der Zwischenzeit geändert hätte und auch für uns mehr Geld flösse“, so der Bürgermeister weiter.

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