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Gemeinderat

12.11.2018

Bunte Mischung in der Weidener Breite geplant

In dem Neugebiet in Thierhaupten sind auch Reihen- und Mehrfamilienhäuser vorgesehen

Wie soll der zweite Bauabschnitt der Weidener Breite in Thierhaupten aussehen? Mit diesem Thema beschäftige sich der Marktgemeinderat Thierhaupten.

Dort sollen rund 36 Einfamilienhäuser, sechs Doppelhäuser, acht Reihenhäuser und fünf Mehrfamilienhäuser entstehen. Die durchschnittliche Bauplatzgröße wird bei 550 Quadratmetern liegen. Die Architekten Thomas Glogger und Gerd Sahlender sowie Landschaftsarchitekt Ulrich Möhrle präsentierten die Pläne. Im neuen Abschnitt des Baugebietes soll Tempo 30 gelten, in manchen Bereichen sollen Wege für Fußgänger abseits vom Straßenverkehr entstehen. Landschaftsarchitekt Möhrle sieht eine „lockere Durchgrünung“ vor. Markant für die Erweiterung des Baugebietes sind auch die geplanten Mehrfamilien- und Reihenhäuser, die es im ersten Abschnitt nicht gibt. Dazu merkte die Zweite Bürgermeisterin Renate Durner ( SPD) an: „Mir ist es sehr wichtig, hiermit Wohnraum für Thierhauptener zu schaffen. Dafür sollten wir ein Konzept entwickeln.“ Der Rathauschef versicherte, dass es „keinen Zuzug ohne Maß und Ziel“ geben werde. Die Gemeinde entscheide über den Verkauf, und man habe die Möglichkeit, die Mehrfamilienhäuser gegebenenfalls selbst mit einer Wohnbaugesellschaft zu errichten. „Alle Steuerungsmöglichkeiten liegen in unserer Hand“, so Brugger.

Eine neue Entwässerungsanlage soll 2019 im Thierhauptener Ortsteil Hölzlarn entstehen. Den Bauentwurf hierfür stellte Manfred Ommer vom Ingenieurbüro Wipfler Plan vor. „Die bisherige Kanalisation wurde in den Siebzigerjahren errichtet und kann die Leistung nicht mehr bringen“, begründete der Fachmann die Notwendigkeit. Die alten Mischwasserkanäle sollen nun mit neuen Regenwasserkanälen verknüpft werden, wodurch laut Ommer eine Zweiteilung des Netzes entstehe: „Ein Drittel des Wassers wird wie bisher vom alten System aufgefangen, während zwei Drittel an das neue System gehen.“ Ziel der Erneuerung sei es, die Mengen an Regenwasser von außerhalb Hölzlarns aufzufangen, die von Wald und Straße aus an das Dorf herankämen – hierfür geplant sei die Entstehung eines Regenrückhaltebeckens bei der ehemaligen Kläranlage. „Das gesamte System ist eine Nummer zu groß ausgelegt, ich gehe von Reserven zwischen 30 und 35 Prozent aus“, erklärte Ommer und beantwortete damit die Frage von Gemeinderat Johann Fröhlich (CSU), ob auf Zukunft gesehen noch eine Erweiterung der Anlage möglich ist. Bereits im Frühjahr könne man mit dem Bau beginnen und im Herbst fertig sein. Die Kosten beliefen sich auf ungefähr 650000 Euro. Das Gremium entschied sich einstimmig für den vorgestellten Bauentwurf.

Um in Thierhaupten den seit Längerem gehegten Plan vom schnellen Internet umsetzen zu können, hat die LEW die Frist für die Anmeldung der Bürger verlängert. Aktuell haben 30 Prozent der Haushalte einen Vertrag mit dem regionalen Anbieter abgeschlossen, für eine Umsetzung des Glasfaserausbaus vor Ort sind allerdings 35 Prozent nötig. Um nochmals über das Projekt aufzuklären, bietet die LEW eine dritte Infoveranstaltung am Mittwoch, 21. November, um 19 Uhr im Herzog-Tassilo-Saal des Klosters Thierhaupten.

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