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Verkehr

27.11.2018

Bus-Halt auf der Straße: Staufalle oder Komfort?

An der Hauptstraße in Aystetten sollen die Bushaltestellen neu gestaltet werden. Geplant ist, dass die Fahrzeuge künftig nicht mehr in eigenen Buchten, sondern auf der Straße halten.

In Aystettens Hauptstraße sollen Busse künftig auf der Straße halten. Das soll das Einsteigen erleichtern. Doch es gibt Kritik

Das Warten an der Bushaltestelle und das Einsteigen in den Bus sollen für die Aystetter angenehmer werden. Der Gemeinderat befasste sich jetzt im Rahmen der Planungen zur neuen Mitte Aystettens mit der Gestaltung der beiden Bushaltestellen an der Hauptstraße. Landschaftsarchitekt Roberto Kaiser vom Ulmer Büro Silands, Gresz und Kaiser, das den städtebaulichen Wettbewerb zur Erneuerung des Zentrums rund um den sogenannten Puschak-Bau gewonnen hatte, erläuterte dem Plenum seine Vorstellungen.

Barrierefreiheit und Sicherheit für die Nutzer des öffentlichen Nahverkehrs sind demnach die entscheidenden Schlagworte. Bei der von der Mehrheit des Gemeinderats favorisierten Lösung bleibt es, was den Standort der Haltestellen in beide Fahrtrichtungen anbelangt, bei den bereits bestehenden, einander gegenüberliegenden Haltestellen (östlich der kurzen Bahnhofstraße sowie gegenüber neben der Einmündung der Adalbert-Stoll-Straße). Für Fußgänger ist eine zusätzliche Querungshilfe östlich der Haltestellen, also in Richtung Augsburg, vorgesehen.

Die Neugestaltung der beiden Bushaltestellen im Zentrum soll, so Landschaftsarchitekt Kaiser, einen großen Nutzen für den öffentlichen Personennahverkehr bringen. Die auch vom Gemeinderat befürwortete Variante sieht vor, dass die Busse künftig nicht mehr in den bestehenden Buchten, sondern auf der Straße halten. Die Buchten werden dem Wartebereich für die Fahrgäste zugeschlagen, was die Aufenthaltsqualität verbessern soll. Zudem soll das Einsteigen barrierefrei gemacht werden über ein 21 Meter langes und 21 Zentimeter hohes „Busbord“ (Randstein). Auch durch den Bodenbelag soll die Barrierefreiheit kenntlich gemacht werden. Beide Haltestellen bekommen ein Wartehäuschen. Auch der AVV, betonte Kaiser, spreche sich dafür aus, die Busse auf der Fahrbahn halten zu lassen.

Vorschlag zwei des Architekten hatte eine räumliche Entzerrung der beiden Haltestellen vorgesehen – eine Lösung, die nicht angenommen wurde. Halten die Busse künftig auf der Straße, würde dies zu noch mehr Staus auf der Hauptstraße, die als Staatsstraße eine offizielle Umleitungsstrecke der A8 ist, führen und dadurch zusätzlich zu noch schlechterer Luft im Zentrum Aystettens, brachte Fraktionsführerin Ulrike Steinbock Bedenken vor.

Die Freien Wähler sahen dies nicht so. Sie befürworten, betonte Fraktionsführer Peter Hartung, die vom Architekt vorgeschlagene Variante eins, „weil dies der Stand der Technik ist“. Bürgermeister Peter Wendel wies darauf hin, dass es in der Praxis nicht dazu kommen würde, dass beide Busse in beiden Fahrtrichtungen gleichzeitig hielten. Das Architekturbüro wurde schließlich von der Mehrheit des Rats beauftragt, die erste Variante weiter zu planen.

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