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Dinkelscherben

09.05.2018

Butter selber machen – erste Sahne!

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3 Bilder
Butter kann man auch selbst herstellen.
Bild: iryna grygorii, fotolia.com

Bernhard Streit aus Dinkelscherben erklärt, wie er Butter und Ghee herstellt und welche Varianten es gibt. Die Kolumne „Einfach machen“.

Ressourcen schonen und Müll vermeiden: Das ist ein Ansatz, den ich nun schon einige Jahre lebe. Manuela Gaßner vom Blog einfachzerowasteleben.de, eine Freundin von mir, hat mich vor fünf Jahren auf die Thematik Plastikvermüllung auf unserem Planeten aufmerksam gemacht. Das hat mich damals dazu bewegt, mein Konsumverhalten zu hinterfragen. Einer meiner ersten Schritte war es, auf Pfandsysteme beim Einkauf zurückzugreifen. Nicht nur bei Wasser und Saft, sondern auch bei Milch und Sahne, die es in Bioqualität in Pfandflaschen gibt. Mittlerweile gibt es in einigen Bio-Supermärkten auch Quark im Pfandglas. Nur Butter ist immer verpackt. Dabei kann man sich ganz leicht selbst einen wunderbaren Vorrat schaffen und nebenher erhält man noch weitere Produkte plastikfrei in allerbester Qualität.

So mache ich meine Butter: Man benötigt einfach nur gut rahmende Sahne in der Glas-Pfand-Flasche (ein halber Liter). Es gibt zwei Wege, um zu leckerer Süßrahmbutter zu gelangen. In beiden Fällen ist es vorteilhaft, die Sahne auf Zimmertemperatur zu erwärmen, also einfach einige Zeit vorher aus dem Kühlschrank nehmen.

So wird aus Sahne Butter

Weg 1: Man füllt ein großes Glas mit Schraubdeckel zu gut drei Viertel voll. Dann das Glas kräftig und lange schütteln, bis ein großer Butterklumpen entsteht. Das braucht seine Zeit und ersetzt das Fitnessstudio. Weg 2: Schneller geht es mit einem Rührgerät oder einer Küchenmaschine mit dem Schneebesen. Man rührt so lange, bis die Sahne zu Butter wird. Das sind etwa fünf bis zehn Minuten.

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Nun haben sich Butterfett und Buttermilch getrennt. Diese gießt man durch ein mit Mulltuch ausgelegtes feines Sieb zurück in die ausgespülte Sahneflasche. Die restliche Flüssigkeit aus der Butter kann man im Mulltuch ausdrücken. Danach streicht man die fertige Butter in Schraubgläser mit weiter Öffnung. Ich persönlich mache immer einen Vorrat an Butter aus 2,5 Liter Sahne.

Butter hält sich auch durch Einfrieren problemlos für ein Jahr. Somit kann man aus der guten Sommermilch (Weidehaltung mit den besten Kräutern) für den Winter die beste Qualität sichern. Aus der Butter lassen sich auch tolle Butter-Varianten kreieren: Entweder mit Kräutern oder süß mit Vanille, Orangenschale oder Zimt. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.

Was man mit der Buttermilch machen kann

Die übrig gebliebene Buttermilch nehme ich gerne für den Kaffee in der Früh her oder mache mir sogar einen Pudding daraus, was auch sehr gut funktioniert. Rezepte, wie man Puddingpulver selbst herstellen kann, gibt es auch etliche im Internet. Als fettarmes und gesundes Fitnessgetränk kann man die gekühlte Buttermilch je nach Geschmack auch mit Säften gemischt wunderbar genießen.

Wie man Ghee herstellt

Für viele Rezepte benötigt man geklärte Butter, also Butterschmalz. In der ayurvedischen Küche wird sie auch Ghee genannt und soll entzündungshemmend wirken. Geklärte Butter entsteht, indem man die Butter von Milchzucker und Milcheiweiß befreit. Ghee kann übrigens ohne Bedenken sehr stark erhitzt werden.

Ich lasse die Butter bei geringer Hitze in einem Topf schmelzen. Die Butter sollte in flüssiger Form leicht aufkochen, aber nicht braun werden. Bei niedrigster Stufe lasse ich die Butter etwa 35 Minuten vor sich hin blubbern. Dabei entsteht auf der Butter ein Schaum, der aus dem Milcheiweiß besteht und den ich regelmäßig abschöpfe. Ich sehe, wenn der Prozess beendet ist: Dann dampft das Butterschmalz nicht mehr und produziert keinen Schaum mehr, es riecht leicht nach Karamell, ist goldgelb und durchsichtig. Dann filtere ich das Ghee durch ein mit Mulltuch ausgelegtes feines Sieb und fülle es in Gläser. Nach dem Abkühlen wird das Butterschmalz cremig, aber nicht ganz fest, und kann nun gut zum Braten auch unter hohen Temperaturen genutzt werden.

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