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Ellgau

01.09.2019

Christine Gumpp will in Ellgau an die Spitze

Christine Gumpp will Bürgermeisterin werden. Die vierfache Mutter und zweifache Oma ist seit 23 Jahren im Gemeinderat und seit elf Jahren Zweite Bürgermeisterin in Ellgau. 
Bild: Steffi Brand

Die Ur-Ellgauerin kandidiert in ihrem Heimatort als Bürgermeisterin. Auf diesen Schritt hat sie sich lange vorbereitet.

Christine Gumpp weiß, was sie will: Die Zweite Bürgermeisterin der Gemeinde Ellgau will Nachfolgerin von Rathauschef Manfred Schafnitzel werden, der kommendes Jahr aufhört. Die Bewerberin der Freien Wählergruppe Ellgau nennt einen einfachen Grund: „Die Arbeit für die Gemeinde macht einfach Spaß.“

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Wovon sie spricht, weiß Christine Gumpp ganz genau. Im Jahr 1996, als Mutter und Hausfrau im Alter von 31 Jahren, wurde sie in den Gemeinderat gewählt. Damals gab es noch eine Liste. Seither hat Christine Gumpp ihren Posten als Gemeinderätin nie mehr verlassen. Im Jahr 2008, als es in Ellgau nicht mehr nur die Liste der Freien Wählergruppe Ellgau gab, sondern zudem noch eine Liste der CSU, wurde Christine Gumpp zur Zweiten Bürgermeisterin gewählt.

Die Vertretung war eine gute Vorbereitung

Einen „Mini-Gedanken“ an den Chefsessel im Rathaus hat sie bereits damals verschwendet, erinnert sie sich, doch dann entschied sie sich dafür, es zunächst als Zweite Bürgermeisterin zu versuchen. Die Vertretung des Bürgermeisters war ihr eine gute Vorbereitung: „Ich weiß sehr gut, was auf mich zukommt.“ Neu ist ihr noch der Umgang mit den Ämtern, was bis dato die Aufgabe des Bürgermeisters war.

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Aktiv ist die gelernte Bürokauffrau, die aktuell in Teilzeit im Fachhandel arbeitet, an vielen Stellen im Ort. Die 54-Jährige hat Aufgaben beim TSV, in der Kirche, bei den Bulldog-Freunden sowie einzelne Projekte im Ort übernommen. Selbst an ihrem Hobby – dem Fotografieren und dem Sammeln alter Aufnahmen – ließ sie Interessierte teilhaben, denn aus den alten Werken kreierte sie eine Ausstellung. Ihr Engagement, ihre vier Kinder (im Alter zwischen 25 und 36 Jahren) sowie ihre zwei Enkel machten sie sehr vielseitig, erklärt Christine Gumpp.

Den Status quo erhalten und Projekte weiterführen

„Ellgau steht gut da“, erklärt die „Ur-Ellgauerin“. Deswegen gehe es nun darum, den Status quo zu erhalten und Projekte weiterzuführen. So gibt es beispielsweise noch ein Kapitel aus der Dorferneuerung, das es umzusetzen gilt. Aus dem alten Lagerhaus soll ein Feststadel mit Festplatz werden. Die Idee steht, und die Pläne sind bereits eingereicht. Die Umsetzung hänge davon ab, wie viel Zuschüsse die Gemeinde für dieses Projekt bekommen kann.

Eine noch größere Dringlichkeit hat das Thema Kinderbetreuung im Ort. Erst im Jahr 2011 zogen zwei Kindergartengruppen in den Kindergarten im Rathaus ein. Heute sind es deutlich mehr und damit platzt der Kindergarten buchstäblich aus allen Nähten. Abhilfe soll nun der Umbau des ehemaligen Bankgebäudes schaffen, das die Gemeinde erworben hat.

Auch die Schulkinderbetreuung könnte dort mit untergebracht werden. Darüber hinaus müsse man sich um die Kläranlage kümmern, die nicht mehr auf dem neuesten Stand ist, der Flächennutzungsplan müsse überarbeitet werden und die Erweiterung des Baugebiets stehe an.

Kein Wahlkampf von Haus zu Haus

Die offizielle Nominierungsveranstaltung der Freien Wählergruppe Ellgau steht noch aus. „Einen Wahlkampf, bei dem ich von Haus zu Haus laufe, gibt es für mich nicht“, weiß Christine Gumpp bereits heute. Zum einen sei sie im Ort bekannt, zudem möchte sie nicht darauf reduziert werden, was in den letzten Monaten vor der Wahl passiert.

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