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Container in Emersacker: Das ist ein Armutszeugnis

Container in Emersacker: Das ist ein Armutszeugnis
Kommentar Von Maximilian Czysz
22.10.2019

Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft und eine Frau muss mit ihrem schulpflichtigen siebenjährigen Kind in einem Container leben.

Der Fall ist beschämend: Wir leben in einer Wohlstandsgesellschaft und eine Frau muss mit ihrem schulpflichtigen siebenjährigen Kind in einem Container leben. In einer kalten Kiste aus Blech, die notdürftig auf ein Grundstück gestellt wurde. Das ist ein Armutszeugnis.

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Wir diskutieren über die Länge von Ampelphasen im Straßenverkehr, über die Höhe von Gartenzäunen und mokieren uns, wenn der Preis für 100 Gramm Aufschnitt beim Metzger steigt. Gleichzeitig fließt das Geld unkontrolliert beim Kirchweihbesuch aus der Tasche. Und in Emersacker muss eine vom Schicksal geschlagene Frau auf 36 Quadratmetern hausen. Mitten unter uns.

Warum ist es nicht möglich, eine angemessene Bleibe für die Frau zu besorgen? Gibt es wirklich niemanden, der vermitteln kann oder helfen will?

Das Schicksal zeigt, dass das Thema Armut auch in der scheinbar so heilen Welt auf dem Land angekommen ist. Der Container in Emersacker trifft ins Herz. Denn bislang sind die Bilder von obdachlosen Menschen, die in Großstädten auf der Straße leben, frieren und zusammengerollt über Lüftungsschächten schlafen, für viele nur aus dem Fernsehen bekannt.

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23.10.2019

sie haben da einen Super Kommentar geschrieben !! nur geht er bei dieser Frau scheinst ein bisschen sehr an den Tatsachen vorbei ?? denn um sonst nimmt kein Deutsches Jugendamt einer Guten Mutter ihre Kinder weg !

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