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Corona hält nichts von Feiertagen

Kommentar Von Jana Tallevi
25.11.2020

Plus Der Landkreis Augsburg kommt nur schwer von seinen hohen Fallzahlen von Ansteckungen mit Corona runter. Was dort noch getan werden könnte.

Den Ärztinnen und Ärzten im Augsburger Land sowie dem Pflegepersonal an den Wertachkliniken mag das schon seltsam vorkommen. Da richtet sich ein ganzes Land darauf ein, möglichst unbeschwert Weihnachten feiern zu können. Und dabei wissen sie genau: Krankheiten und Unfälle richten sich überhaupt nicht nach roten Tagen in Kalendern. Sie passieren einfach. Das gilt auch für den Dienstplan der Mediziner: Eingeteilt ist eingeteilt, egal, ob die Familie zu Hause feiert.

Dass das Coronavirus noch längst nicht adventlich-milde gestimmt ist, zeigen die Ansteckungszahlen im Augsburger Land. Fast vier Wochen Teil-Lockdown haben allein dazu geführt, dass die Ansteckungszahlen zwar nicht weiter steigen, aber eben nicht dazu, sie, wie eigentlich erhofft, deutlich zu senken. Dass der Wunsch, Weihnachten möglichst so zu feiern wie immer, deshalb gefährlich werden kann, ist erkennbar.

Corona ist wie Schule: Üben, bis es wirklich sitzt

Egal, ob weitere Regeln und auch noch dieselben wie bisher, unser Leben in den nächsten Wochen bestimmen werden, die Leiterin des Gesundheitsamts im Landkreis Augsburg, Susanne Rost, bringt es auf den Punkt: Nur wenn die Menschen wieder wirklich mitmachen und sich an die Kontaktbeschränkungen halten, werden die Ansteckungszahlen sinken. Das ist inzwischen freilich keine neue Erkenntnis mehr. Aber es ist halt wie in der Schule: So lange wiederholen, bis das Gelernte wirklich sitzt. Sonst heißt es: Sitzengeblieben - und alles dauert noch länger.

Lesen Sie dazu auch den Artikel: Corona: Was hat der Lockdown im Landkreis Augsburg gebracht?

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